Stefan Stoppok und Reggie Worthy sorgten in den fast ausverkauften Nachthallen für Jubel

Ein Duo, das vor Energie sprüht

Oh Happy Day: Stefan Stoppok (links) und Reggie Worthy bedienten sich bei vielen Stilen - bis hin zum Gospel. Foto:  Schoelzchen

Kassel. „Vielen Dank, dass Sie trotz oder auch mit Schweinegrippe heute Abend zu uns gekommen sind!“ So die ironische Ansage von Stefan Stoppok bei dessen Konzert in den Nachthallen am Donnerstagabend. Bereits nach wenigen Minuten war auch denen, die Stoppok bisher noch nicht live erlebt hatten, klar, dass der in Nordrhein-Westfalen aufgewachsene Sänger nicht nur Meister einer beträchtlichen Vielzahl an Saiteninstrumenten ist, sondern auch perfekt mit dem Publikum umzugehen weiß.

Das zeigte sich an vielen witzigen deutschen Songtexten und Ansagen sowie an der Schlagfertigkeit des Musikers, der auch Zwischenrufe und -gesänge des Publikums gekonnt in die Ansagen und Songs mit einband. Dabei sprühten Stoppok und sein slappender Duopartner Reggie Worthy am Bass nur so vor Musikalität und Energie.

Stoppok, indem er simultan sang, abwechselnd Gitarre, Mandoline und Banjo spielte und mit beiden Füßen unterschiedliche Percussionsinstrumente perfekt integrierte. Worthy, der neben dem Bass Mundharmonika spielte und ebenfalls mit den Füßen ein elektrisches Drumset bediente, steuerte mit seiner stimmgewaltigen Soul- und Gospelstimme mehrere englisch-sprachige Titel bei.

Stilistisch ließen sich die facettenreichen Songs mehreren Richtungen zuweisen, neben dem klassischen Blues fanden sich Elemente des Songwriter-Stils, Soul, Blue Grass oder Gospel. Diesen Gospeleinschlag erhielt etwa ein von Worthy gesungener Song, der die Trennung von seiner Partnerin Josefine thematisiert und „Oh Happy Day“ als Zitat am Ende enthält. Besonders seine virtuosen Solopassagen und sein percussiver Spielstil sorgten im fast ausverkauften Saal für jubelnden Beifall. Auch Frontmann Stefan Stoppok geizte nicht mit seiner perfekten Bluesstimme und fesselnden Gitarrengrooves.

Von Sebastian Krämer

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