Christian Durstewitz im Interview über „Unser Star für Oslo“

„Bringe mir alles selbst bei“

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Christian Durstewitz im Interview.

Altenlotheim/Köln. Am Dienstagabend (16.2.) geht es für Christian Durstewitz aus Altenlotheim (Landkreis Waldeck-Frankenberg) in Köln in der Livesendung um alles: Denn für den 20-Jährigen ist die Musik sein Leben und die Teilnahme an der Castingshow „Unser Star für Oslo“ eine Riesenchance.

Christian Durstewitz aus Frankenau-Altenlotheim ist im Halbfinale von "Unser Star für Oslo"

Gewinnt er diesen Wettbewerb, wird er Deutschland am 29. Mai beim Eurovision Song Contest vertreten. Doch daran mag der 20-Jährige noch gar nicht denken. Sein Ziel: Heute Abend in der Sendung auf Pro 7 in die nächste Runde zu kommen.

Sie sind 2009 bei „Deutschland sucht den Superstar“ nicht weiter gekommen. Warum sollte es jetzt für den Grand Prix reichen?

Zur Person

Christian Durstewitz ist in Fritzlar geboren, lebte eine Zeit lang in Frankenberg und wohnt jetzt in Frankenau/Altenlotheim. Im vergangenen Jahr hat er sein Abitur an der Edertalschule in Frankenberg bestanden. Seitdem widmet sich der 20-Jährige jeden Tag ausschließlich seiner Musik. Neben dem Singen hat er sich auch mehrere Instrumente, wie Klavier, Gitarre, Kontrabass, Bassgitarre und Schlagzeug beigebracht. (frg)

Christian Durstewitz: Das war eine Schnapsidee. Ich bin einfach hingegangen und hab einen eigenen Song gesungen. Da habe ich aber einfach nicht reingepasst. Bei „Unser Star für Oslo“ kann ich zeigen, wie ich wirklich bin und muss mich nicht verstellen. Ich bin stolz darauf, in einer Sendung zu sein, in der es wirklich nur um die Musik geht.

Was darf man von der Show heute Abend erwarten?

Durstewitz: Ich glaube, das wird eine grandiose Show. Im Moment bin ich noch in der Vorbereitung.

Und was bekommen wir von Ihnen zu hören?

Durstewitz: Ich kann nur sagen, dass mir die Entscheidung schwer gefallen ist und dass ich noch keinen eigenen Song singen werde. Die hebe ich mir für die nächste Sendung auf.

Heute Abend sollen möglichst viele Menschen für Sie anrufen. Sie selbst haben gar kein Handy ...

Durstewitz: Handys interessieren mich nicht. Es ist schön, wenn ich meine Ruhe habe und mich niemand stören kann.

Dann haben Sie Ihre Bewerbung zur Castingshow bestimmt als Brief mit der Post verschickt, oder?

Durstewitz: Nicht ganz. Ich habe im Fernsehen den Aufruf gesehen, mich per Internet beworben und war im September in der Castingbox in Köln. Dort habe ich einen eigenen Song gesungen und war zufrieden mit meiner Leistung.

Und schon waren Sie in der Show?

Durstewitz: Nein. Dann habe ich erst einmal zwei bis drei Monate nichts mehr gehört. Kurz vor Silvester kam dann ein Anruf von „TV Total“. Da war ich noch erkältet, und die Stimme am anderen Ende fragte: „Bist du erkältet?“ Ich sagte „Ja, wieso?“ Die Antwort war: „Du bist in der Sendung und musst schnell wieder fit werden.“ Das mit der Genesung hat ja geklappt.

Der Song

Hier geht es zu Durstewitz' Song "Faith"

Aber wie war Ihre Reaktion auf den Anruf?

Durstewitz: Ich hatte zuerst einen Schock. Ich hab doch überhaupt nicht mehr da dran gedacht. Außerdem war ich bei „TV Total“ schon im Einspieler zu sehen und dachte, dass ich dann sowieso nicht dabei wäre. Ich habe das alles bis jetzt noch nicht realisiert.

Sie schreiben eigene Songs, können aber keine Noten lesen. Wie funktioniert das?

Durstewitz: Ich bringe mir alles selbst bei. Ich fange an rumzuklimpern, probiere immer mehr aus und schreibe erst zum Schluss den Text auf die Melodie.

Seit wann gibt die Musik den Ton in Ihrem Leben an?

Durstewitz: Ich bin da reingeboren. Meine Familie ist sehr musikalisch. Mein Vater ist Tenor, meine Tante Opernsängerin. Deshalb habe ich da bestimmt auch etwas von abbekommen. Mit acht Jahren habe ich schon angefangen, Instrumente zu spielen.

Als junger Vollblutmusiker mit einer Band vor einem Millionenpublikum – ging da ein Traum in Erfüllung?

Durstewitz: Das war wirklich Wahnsinn. Diese Bühne ist unglaublich, und das Publikum war überwältigend. Ich habe erst Stunden später so richtig begreifen können, was da gerade passiert ist.

Und dann eine Jury, die Ihren Auftritt sehr lobte.

Durstewitz: Das ging total an mir vorbei. Ich hatte nach der Show keine Ahnung, was gesagt wurde. Ich habe mich hauptsächlich darauf konzentriert, dass ich keinen Müll rede und sympathisch wirke.

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Von Friederike Göbel

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