Christian Durstewitz, der Teilnehmer an „Unser Star für Oslo“, steht in Kassel auf der HNA-Bühne

„Ich singe Melodien ins Handy“

Christian Durstewitz

Altenlotheim/Kassel. Der nordhessische „Unser Star für Oslo“-Teilnehmer Christian Durstewitz steht nächste Woche für die HNA auf der Bühne der Kasseler Nachthallen. Die 1000 Karten waren in kürzester Zeit weg. Ein Gespräch mit „Dursti“ über Fernsehruhm, Inspiration und Promi-Dinner.

Nach Ihrem respektablen Erfolg bei „Unser Star für Oslo“ stehen Sie nächste Woche in Kassel auf der Bühne. Was ist für Sie der größte Gänsehaut-Moment bei einem Auftritt?

Christian Durstewitz: Wenn ich ins Scheinwerferlicht trete, wenn die Leute mich sehen können - im Fernsehen sind die schon in diesem Moment abgegangen. Das heißt: extreme Gänsehaut, weil die schon begeistert sind, obwohl ich noch gar nichts gemacht habe.

Fotos: Autogrammstunde mit Dursti

Christian Durstewitz schrieb Autogramme

Werden Sie in Kassel den Prince machen? Warum wurden Sie von den Juroren mehrfach mit dem Star verglichen?

Durstewitz: Wenn ich das wüsste. Ich kenne ihn viel zu wenig. Stefan Raab sagt, es sind diese wuscheligen Haare, der dünne Körper, dieses etwas Durchgeknallte. Ich spiele auf jeden Fall in Kassel keinen Song von Prince, das geht auch gar nicht, weil ich ja ein akustisches Programm habe.

Sie schreiben selbst Songs - wann und wie entstehen die?

Wann ist ein Song gut?

Lesen Sie auch

Stefan Raab: Durstewitz hat "Dreck in der Stimme"

Durstewitz: Ich schaue nie danach, ob der gut ist. Mir geht es nur um die Bedeutung für mich. Es gibt auch schwächere Songs, die mir aber wichtig sind. Die Leute wollen vielleicht „babalabaduu“ mitsingen, und nicht einem Stück zuhören, das vier Minuten düster auf der Brust lastet. Aber ich bin überrascht, dass auch ein Lied wie „Another Night“ gut angekommen ist. Was inspiriert Sie? Durstewitz: Oftmals habe ich einfach lustige Ideen, ich habe einen ganz eigenen Humor. In 60-70 Prozent der Texte ziehe ich etwas durch den Kakao. Beim Rest verarbeite ich eigene erlebte Sachen.

Sie haben Anfragen von Plattenfirmen: Wie sucht man aus, was in Frage kommt?

Durstewitz: Ich gucke, was mir die Möglichkeit gibt, ich selber zu sein. Ich muss abwägen, ob ich eine große Plattenfirma nehme, die mit mir Geld verdienen will - die mich aber über Mainstream-Songs auch sehr bekannt machen kann.

Was bleibt Ihnen in Erinnerung von „Unser Star für Oslo“?

Durstewitz: Das schöne Hotel, Frühstück ans Bett - aber auch: schon morgens Interviews geben. Die Kandidaten, mit denen ich mich verstanden habe. Das TV-Total-Studio. Das kannte ich nur aus dem Fernsehen. Dieser Schritt, selbst dort zu sein, der wird mir in Erinnerung bleiben.

Viele Casting-Stars gerieten nach ihrer kurzen Fernsehkarriere schnell in Vergessenheit - schreckt Sie das?

Christian Durstewitz singt am 1. April, 20 Uhr, in den Kasseler Nachthallen. Das HNA-Konzert ist ausverkauft.

Durstewitz: Nein, gar nicht. Bei uns wurde nicht nach einer Kunstfigur gesucht, die für eine Sendung etwas darstellen sollte. Man hat jemanden gesucht, der Deutschland vertritt. Leute wie Max Mutzke oder Stefanie Heinzmann sind auch noch musikalisch unterwegs. Vielleicht nicht mehr so im Fernsehen. Aber ins „Perfekte Promi-Dinner“ möchte ich ohnehin nicht.

Als Song-Contest-Fan: Was muss Lena beachten?

Durstewitz: Wir haben keine nackte Haut und keine Feuerschlucker zu bieten. In Konkurrenz zu den osteuropäischen Staaten wird es schwer. Aber Lena braucht keinen Rat, den hat sie in der Show auch nicht gebraucht. Mit ihr werden wir das Ding reißen.

Beim Konzert in Kassel werden Sie Coversongs und eigene Titel spielen - was empfinden Sie als schwieriger?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.