Die Garage Bluesband eröffnete die Blues-Woche im Theaterstübchen mit einem Gute-Laune-Konzert

Das war eher freundlich als dreckig

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Blues in der Stimme: Sänger Marco Gerhard.

Kassel. Klar, dass Theaterstübchen-Chef Markus Knierim am Montag guter Dinge war. Seit einem Monat ist der Club in der Jordanstraße runderneuert, es gibt eine größere Bühne und eine neue Technik samt digitalem Mischpult.

Beste Voraussetzungen für die achte Blues-Woche, die der umtriebige Macher Knierim wieder mit einem feinen Programm geschmückt hat.

Bis zum Donnerstag steigt die allabendliche Feier des guten, alten Zwölftakters. International geht es dabei zu, doch am Beginn demonstrierte eine heimische Formation ihre Qualitäten. Im gut gefüllten Club überzeugte die Garage Bluesband mit der rauchigen Stimme von Marco Gerhard und dem professionellen Spielniveau von Oliver Franke (Gitarre), Michael Linke (Keyboard), Andy Mardorf (Bass) und Thomas Leimbach (Schlagzeug). Nichts zu mäkeln gab es an den astreinen Soli von Gitarrist Franke und Keyboarder Linke (den man auch von dem gewitzten Jazztrio Jörn and the Michaels kennt). Inspirierte Wechselspiele lieferten sich die beiden, und auch die dynamische Feinabstufung hatte die Band bestens drauf - so etwa bei der Zugabe von John Lee Hookers „Boom Boom“.

Was allerdings genauso auffiel: Bei einem Namen mit dem Wort Garage würde man doch ein wenig mehr Dreck in Musik und Präsentation erwarten. Mega-Cooles, Erdiges oder untergründiger Schmerz waren hier weniger angesagt als gute Laune und die Freude am Auftritt. Aber das ist ja auch nicht zu verachten.

Mittwoch bei der Blues-Woche: Marquise Knox. Donnerstag: Shanna Waterstown and the Ocala Blues Hounds. Beginn jeweils 20 Uhr im Theaterstübchen, Jordanstraße 11.

Von Georg Pepl

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