Wie eine Bescherung: Voice meets Voice im Theaterstübchen

Kassel. Wenn im Theaterstübchen die Kasseler Formation Voice meets Voice angekündigt wird, ist das so, als habe der Weihnachtsmann versprochen, persönlich vorbeizuschauen. Mit 200 Besuchern war Markus Knierims Schmuckkasten am Montag proppenvoll. Und die Stimmung war prächtig wie bei einer Bescherung.

Die Musik stammte aus renommierten oder eigenen Federn. Es hatte Charme und Klasse, wie Christel Thomas, Sabine Roppel und ihr „Lieblingsitaliener“ Carmine Biscosi die Stücke sangen. Ein weiterer Pluspunkt war die Vielseitigkeit. So klang Roppel bei „Don’t Wait To Long“ süß wie Weihnachtsmarzipan, begeisterte das Publikum mit einer klassischen Arie und erinnerte bei „Wo bist du?“ an Schlagersängerinnen aus den 70ern.

Biscosi überzeugte bei Pop- und Rocknummern genauso wie bei Leonard Cohens „Hallelujah“. Lucio Dallas’ melodramatische Ballade „Caruso“ färbte er bluesig ein. Applaus dafür. Perfekt aber wurde das singende Dreigestirn erst durch Thomas. Die Frau hat nicht nur jede Menge Humor, sondern auch den Blues und den Soul in der Stimme. Es war toll, wie sie „It’s For Lovers“ ins Mikro schmachtete und dem Abba-Hit „Name of the Game“ eine neue Aura gab.

Zu Voice meets Voice gehören auch starke Instrumentalisten: Rolf Dressler (Keyboard, Akkordeon), Rolf Denecke (Bass), Stefan Metz (Gitarre, Saxofon) und Christian Svenson (Schlagzeug) hielten sich zwar optisch im Hintergrund, glänzten aber musikalisch nicht minder. Stürmischer Applaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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