Verein Bürger für das Welterbe und IHK werben mit Broschüre und Tafeln für Kasseler Bewerbung

Eine Gemäldegalerie im Freien

Schatz vor der Haustür: Eine Fotografie des Bergparks Wilhelmshöhe von Nik Barlo Jr. aus der Broschüre „Kassel auf dem Weg zur Bürgerbeteiligung“. Foto: Barlo / nh

Kassel. Wenn die Entscheidung über den Kasseler Welterbe-Antrag im Jahr 2013 näher rückt, werden irgendwann Abgesandte der Unesco Erkundigungen einziehen, ob die Bevölkerung diese Bewerbung befürwortet - auch mittels Umfragen. Dann, so ist es das Ziel des Vereins „Bürger für das Welterbe“ und der Industrie- und Handelskammer (IHK), sollen die Kasseler möglichst viel wissen über den Bergpark und was ihn weltweit einmalig macht.

„Wie stehst du zu deinem Park?“, das solle sich jeder fragen, formuliert es der Vereinsvorsitzende Hardy Fischer. Eine 48-seitige, ansprechende Broschüre soll dazu beitragen, die Welterbe-Bewerbung zu fördern, die Menschen zu mobilisieren, das Antragsverfahren zu erklären, das Geleistete chronologisch deutlich zu machen und die eigene Rolle hervorzuheben: „Wir sind der Motor vor Ort.“

Die fast 5000 Stück seien verteilt, sagt Fischer, erhältlich ist die Broschüre noch im Museum Schloss Wilhelmshöhe - gern gegen eine 1,50-Euro-Spende. Eine zweite Auflage sei denkbar. Stimmungsvolle Aufnahmen hat Fotograf Nik Barlo Jr. beigesteuert. Er war oft im Bergpark unterwegs, zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten: „Man weiß, der Park liegt vor der Tür, aber nicht, welcher Schatz das ist“, sagt Barlo über die „Gemäldegalerie im Freien“, wie ihn Maren Brechmacher-Ihnen nennt. Sie hat Texte geschrieben, ebenso Fischer und Klaus Ostermann. Gestaltet hat die Broschüre Friedrich Forssman.

Barlos Bilder nutzt die IHK für eine Wechselausstellung mit elf zweiseitigen, großformatigen Tafeln, die in Unternehmen, Autohäusern, Einkaufsgalerien, im Staatstheater und in Krankenhäusern Station machen wird. Mit prägnanten Texten soll über den Welterbe-Antrag informiert werden - „radikal ohne Fachbegriffe“, wie IHK-Projektkoordinator Pierre Schlosser betont.

Damit wirklich alle Bescheid wissen, wenn sich die Unesco in Kassel umhört. www.herkules-wird-welterbe.de

Von Mark-Christian von Busse

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