Christina Lux trat mit gesungener Poesie und klaren Worten in Kaufungen auf

Eine Kirche im Herzen

Musik ist eine Herzenssache: Christina Lux im Kaufunger Stiftshof. Foto: Socher

Kaufungen. Die lauschige Atmosphäre des Kaufunger Stiftshofes ist wie geschaffen für gefühlvolle, tiefsinnige, ja poetische Musik. Gut 100 Zuschauer erlebten am Samstagabend ein Kontrastprogramm zum Eurovision Song Contest, denn Christina Lux verzauberte in der Stiftssommer-Reihe mit genau dieser Musik.

Mal rockig, mal mit melancholischen Jazzklängen, ätherischen Lautimprovisationen und in mehreren Sprachen strahlte Lux mit ihrer warmen Stimme, einem dunklen Timbre und den herrlich dazu fließenden Gitarrenklängen Charisma aus.

Mit Songs wie „Are you somebody?“, „Coming home at last“, oder „Spät“, das von ihrer Unfähigkeit sich zu verstellen berichtet, gibt sie viel von sich selbst preis und lässt die Zuhörer daran teilhaben, Fragen aus den Songs auch für sich selbst zu beantworten. Stephan Emig (Drums) und Marius Goldhammer (Bass) liefern ein dichtes, malerisches Fundament, ohne je aufdringlich zu sein.

Zu Christina Lux gehören aber auch eine Portion Spitzbübigkeit wie deutliche, gesellschaftskritische Worte, die hervorragend als Einleitung der gesungenen Poesie geeignet sind. „Love is my religion“ ist so ein Stück, das unter die Haut geht, unheimlich groovt, mit Jazzelementen, Scatgesang und Botschaften in Deutsch und Englisch. Es handelt von Toleranz zwischen den Religionen und von der ureigenen Kirche im Herzen. Starke Worte und Bilder, zu denen Lux und ihre Mitstreiter fantastische Klänge kreieren. Das Publikum forderte lautstark Zugaben.

Alexander Pluquett

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