Eine Luxusstimme: US-Sängerin Lizz Wright im Kasseler Kulturzelt

Begnadete Sängerin: Lizz Wright im Kultuzrelt. Foto: Malmus

Kassel. Es war ein Abend mit einer Luxusstimme, und das Publikum riss es von den Sitzen. Auf große Begeisterung stieß am Samstag der Auftritt der US-Sängerin Lizz Wright im vollen Kulturzelt.

Mit einer Coverversion von Neil Youngs „Old Man“ beginnt das 100-Minuten-Konzert. Die Sängerin aus dem Bundesstaat Georgia zeigt gleich ihre überragenden Qualitäten, als da sind ein samtiges Timbre und eine hohe Phrasierungskunst. Jeder Ton ist erfüllt von Soul und Authentizität.

Ganz entspannt singt Lizz Wright weite Gesangsbögen, die ebenso majestätisch wie ausdrucksvoll sind. Die 35-Jährige ist die Tochter eines Predigers, und im Laufe des Abends gibt es Zeugnisse eines starken Glaubens, werden „Vergebung“ und Liebe“ beschworen. Besonders eindringlich: die letzte Zugabe, bei der die umjubelte Sängerin zur Pianobegleitung ein reich verziertes, wahrhaft begnadetes „Amazing Grace“ zelebriert.

Für den instrumentalen Groove sorgen Chris Rosser (Gitarre), Kenny Banks (Keyboards), Nicholas D’Amato (Bass) und Brannen Temple (Schlagzeug). Insbesondere der Tastenmann Banks setzt mehrmals zu orgelnden Höhenflügen an. Der bärenstarke, virtuose Drummer Temple kann sich auch zurückhalten, wenn er aber richtig aufdreht, klingt es fast zu hart und dominant.

Auf dem Programm stehen auch einige Songs von Lizz Wrights neuem Album „Freedom & Surrender“, das Anfang September erscheinen wird. Darunter ist ein Stück für die Soul-Legende Sam Cooke (1931-1964). Der habe den gleichen Geburtstag, sagt Wright in einer Zwischenansage. Neugierige, die sich nachher bei Google schlau machen, erfahren: Der gemeinsame Geburtstag ist der 22. Januar.

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