Les Yeux d’la Tête verwandelten den Schlachthof in einen wilden Tanzsaal

Eine Party wie in Paris

Spielten energiegeladene Songs mit viel Lebensfreude: Guillaume Jousselin (links) und Benoît Savard von Les Yeux d’la Tête im Schlachthof. Foto: Schachschneider

Kassel. Wie klingt eigentlich das Leben in Paris? Die Antwort auf diese Frage gaben am Donnerstagabend die Musiker von Les Yeux d’la Tête im Kulturzentrum Schlachthof. Die Band aus der Seine-Metropole präsentierte ihr zweites Album „Madones“ und nahm das Publikum mit auf eine musikalische Stadtführung der besonderen Art.

„Crazy Poetic Gipsy Punk From Paris“ – so bezeichnen Benoît Savard (Gitarre, Gesang), Guillaume Jousselin (Gitarre, Gesang), Eddy Lopez (Saxofon), Emilien Pottier (Bass), Pierre Chatel (Drums) und Antoine Alliese (Akkordeon) ihren Musikstil. Dahinter verbirgt sich eine Mischung verschiedenster Einflüsse. Sinti-Swing und französischer Chanson treffen auf poetischen Punk und Jazz.

Mit Gitarren, Akkordeon, Saxofon und allen Verrücktheiten, die das Leben zu bieten hat, bringt die Band ihr eigenes Paris eindrucksvoll auf die Bühne. Dabei erzählen die sechs Musiker in ihren Texten charmant und humorvoll von Alltäglichem, vom Tanzen auf dem Tresen einer Bar oder vom Trübsalblasen am Ufer der Seine. Aber eines steht in ihren Liedern besonders im Mittelpunkt: Der Spaß am Leben.

Von der Lebensfreude und den energiegeladenen Songs von „Die Augen im Kopf“ – so übersetzte Sänger Benoît Savard zwischendurch launig den Namen der Band – ließ sich auch das Kasseler Publikum anstecken.

Der Schlachthof verwandelte sich schnell in einen großen Tanzsaal, in dem gesprungen, geklatscht und begeistert mitgesungen wurde. „À la folie!“, tönte es da aus vielen Kehlen und der Wahnsinn (la folie) war Programm. Ausgelassener als „Les Yeux d’la Tête“ kann man kaum vom Leben und der Stadt der Liebe singen.

Die sechs Pariser Musiker, die ihr allererstes Konzert innerhalb Deutschlands in Kassel spielten und seitdem viele Fans in Nordhessen gesammelt haben, feierten an diesem Abend zusammen mit dem Publikum eine musikalische deutsch-französische Freundschaftsparty.

Von Marian Schollmeyer

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