Das ResiDance Orchester Cassel spielte im Ballsaal des Hotels Reiss groß auf

Eine rauschende Ballnacht

Swing in den Originalarrangements der 20er- bis 40er-Jahre: Das ResiDance Orchester Cassel beim glanzvollen Auftritt im Ballsaal des Hotels Reiss. Foto: Fischer

KASSEL. Enthusiasmus gehört zu Markus Knierim wie ein Foxtrott zur Tanzmusik. Man erlebt den Theaterstübchen-Chef, den engagiert zu nennen fast untertrieben wäre, oft in aufgeräumter Laune. Am Samstag gab’s eine Steigerung. „Für mich geht ein absoluter Traum in Erfüllung, den ich seit Jahrzehnten hege“, schwärmte er im Ballsaal des Hotels Reiss.

Im Programm des Jazzfrühlings hatte Knierim zu einer rauschenden Ballnacht geladen. Und das Nostalgie-Konzept ging voll auf. „Leider ausverkauft“ stand vor dem Eingang, 300 Gäste in nobler Garderobe waren gekommen.

Selbstverständlich braucht ein solches Unternehmen die passende Musik. Die lieferte das ResiDance Orchester Cassel unter der Leitung von Kai-Michael Schirmer. Es begeisterte einmal mehr mit seiner Spezialität – Tanzmusik der 1920er- bis 40er-Jahre in Originalarrangements dieser Zeit. Das bedeutete beschwingte Rhythmen und seidige Klänge, Können, Spielfreude und eine beträchtliche Kondition.

Tanzend in die Nacht

Der Schlager „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ gab das Motto vor. Bald tummelte man sich auf der Tanzfläche in der Mitte des Saals. Ein Fest mit Walzer, Foxtrott, Rumba, Tango und Charleston. Und mit einem lustigen Kurs, denn Tanzlehrer Jens Hellemann machte das Publikum mit den Schrittfolgen des „Lambeth Walk“ vertraut.

Ein Charmeur als Conférencier und Sänger war Rainer Nentwig. Weitere vokale Würze brachten der reizende Sopran von Christiane Winning und die volle dunkle Stimme von Claudia Riemann, die fragte, ob denn Liebe Sünde sein könne.

Von Georg Pepl

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