Neu im Kino: Drew Barrymore erzählt in ihrem Regiedebüt quicklebendig vom „Roller Girl“

Eine Schönheit rollt ins Glück

Wenn das ihre Eltern wüssten: Die Schönheitskönigin Bliss (Ellen Page) fährt wüste Rennen auf Rollschuhen. Foto: Senator

Schon lang ist Hollywood-Schauspielerin Drew Barrymore auch hinter den Kulissen des Filmgeschäfts erfolgreich. Als Produzentin hat der ehemalige Kinderstar („E.T.“) ein sicheres Gespür für erfolgversprechende Stoffe. Und bereits 2009 gab die 36-Jährige ihr Debüt als Regisseurin. Nun kommt „Roller Girl“, eine überzeugende Coming-of-Age-Geschichte, endlich auch bei uns ins Kino.

Die Verfilmung des Jugendromans „Derby Girl“ von Shauna Cross erzählt die Geschichte von Bliss Cavendar (Ellen Page aus „Juno“), deren Kindheit und Jugend aus unzähligen Schönheitswettbewerben bestand. Als 17-Jährige begehrt sie zumindest optisch auf, macht die Irritation der Preisrichter aber durch routiniert-souveränes Auftreten wett.

Mutti (Marcia Gay Harden) liebt die Pokale, sie bringen ein wenig Glanz ins triste Kleinstadtleben. Als Bliss im nahen Austin ein paar Punkgirls auf Rollschuhen begegnet, ist sie fasziniert. Die Mädchen werben für ein Roller Derby, einen Mannschaftssport, bei dem es darum geht, möglichst viele gegnerische Rollschuhfahrerinnen auf einer ovalen Bahn zu überholen. Beim Stoppen der Konkurrentinnen ist beinahe jedes Mittel erlaubt.

Bliss erkennt ihre Berufung. Ohne Wissen ihrer Eltern schließt sie sich einer bunten Truppe wesentlich älterer Sportlerinnen an und erweist sich dabei schnell als Naturtalent. Das ruft Neider auf den Plan. Außerdem wird Bliss ihren Eltern irgendwann reinen Wein einschenken müssen. Und dann kommt auch noch die Liebe dazwischen.

„Roller Girl“ ist ein quicklebendiger Streifen über den Stress des Erwachsenwerdens, über die erste Liebe und einen außergewöhnlichen Sport. Vielleicht holt Drew Barrymore hier zwischen Essenschlacht und Zickenkrieg eine Kindheit nach, die ihr selbst verwehrt geblieben ist. Bei ihrem Einstand als Regisseurin macht die Kalifornierin jedenfalls alles richtig.

Genre: Jugenddrama

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!!:

Von André Wesche

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