Premiere im tif:

Teensclub des Staatstheaters präsentiert "Life is a casting"

Mit dabei beim Teensclub: (von links) Theophil Raedel, Nadine Schaefer, Johanna Niebuhr, Aaron Herold, Julia Petek Zinserling, Lena Riede, Franziska Hellmold und (angeschnitten) Paulina Dietzel. Foto: Schmidt

Kassel. Was unterscheidet das wahre Leben von einer Casting-Show? Nicht viel, könnte man meinen. Hier wie da geht es darum, sich durchzusetzen, andere von seinen Fähigkeiten zu überzeugen und seine Ziele zu erreichen.

Ihre Sozialisation als Generation Casting haben die Zwölf- bis 15-Jährigen der Theatergruppe Teensclub des Staatstheaters in ihrem Stück „Life Is A Casting“ (Leitung: Dr. Geraldine Blomberg) ausgelotet.

Wie man sich als Gast einer Casting-Show zu verhalten hat, wissen die Jugendlichen ganz genau. Friedlich wartet man mit der Konkurrenz darauf, aufgerufen zu werden. Zur Begrüßung und zum Abschied von der Jury applaudiert und dankt man. Und wenn man von einem Prominenten heruntergeputzt wurde: „Ist doch klar, wenn man einen Star sieht, freut man sich.“

Ihre Sozialisation als Generation Casting haben die Zwölf- bis 15-Jährigen der Theatergruppe Teensclub des Staatstheaters in ihrem Stück „Life Is A Casting“ (Leitung: Dr. Geraldine Blomberg) ausgelotet.

Mitreißend und beeindruckend

Die Bühne besteht aus einer Reihe von 19 Stühlen mit dem Logo „Deutschland sucht den Superschauspieler“. Davor liegt ein roter Teppich. Eine Stimme aus dem Off kündigt die Wettbewerbsdisziplinen an – Challenges im Casting-Deutsch. Wie auf Knopfdruck weinen, jubeln und toben 19 junge Schauspieler. Das ist mitreißend und beeindruckend. Videoeinspielungen, in denen die Jugendlichen nach ihren Träumen und Zielen befragt werden, unterbrechen die Show und bringen eine persönliche Seite der Casting-Teilnehmer zum Vorschein.

Beim Casting ist man nicht in der Position, Forderungen zu stellen. Und so isst die Mehrheit der Jungschauspieler wie verlangt einen imaginierten Teller mit Würmern. Dann sollen sich die 19 Kandidaten splitternackt ausziehen, um ihren Willen, Schauspieler zu werden, zu beweisen. Das bringt die Wendung. Wütend wird der rote Teppich in die Ecke getreten.

Das Publikum im fast voll besetzten tif bedankte sich beim gelöst aufspielenden Ensemble mit viel Applaus.

Von Valerie Schmidt

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