Sänger und Frauenschwarm Rod Stewart wird morgen 65

Eine Stimme aus Eisen

Zwei Schmusekatzen: Rod Stewart 1976 im Bett - ausnahmsweise nicht mit einer Frau. Foto: Picture-Alliance

Jedem Suchtberater stehen die Haare zu Berge, wenn er Rod Stewart hört. Das       liegt nicht an der eingängigen Mischung aus Rock, Pop und Soul, für die der britische Sänger seit vier Jahrzehnten bekannt ist, sondern an wilden Geschichten, die der Star gern selbst verbreitet.

Mit seiner Band The Faces verbrachte Stewart einst lieber drei Stunden in Kneipen als eine Stunde im Tonstudio. Die Aufnahme seines Hits „Sailing“ (1975) war für ihn ein Albtraum. Der Produzent ließ ihn morgens aus dem Bett klingeln, und um 10 Uhr musste er das Lied komplett nüchtern einspielen. „Eine brutale Arbeit“, sagt Stewart heute.

Der Musiker, der 1999 an Schilddrüsenkrebs erkrankte, prahlt gern mit seinem Alkoholkonsum, trotzdem hat er mehr als 100 Millionen Platten verkauft, und am morgigen Sonntag feiert er seinen 65. Geburtstag. Darauf wird der eine oder andere Whiskey getrunken. Fit, sagt Stewart, hält er sich aber mit Fußball und Sex.

Er habe das Frauenbild eines Neandertalers, schrieb einmal ein Magazin über ihn. Trotzdem stehen die Frauen auf seine Reibeisenstimme, seine wilde Mähne und seinen Hüftschwung. Stewart hat vor allem weibliche Fans und sieben Kinder von fünf verschiedenen Frauen. Seine aktuelle Ehefrau, das Model Penny Lancaster, ist 26 Jahre jünger als er. Das Paar wohnt in Beverly Hills.

Von der Queen wurde er zum Kommandeur des British Empire ernannt - nicht wegen der vielen Frauen, sondern wegen seiner Verdienste um die Musik. Dabei wollte der Sohn schottischer Eltern, der am 10. Januar 1945 in London geboren wurde, einst Fußball-Profi werden. Mit 16 unterschrieb er einen Vertrag beim Zweitligisten FC Brentford, setzte dann aber doch auf die Musik.

In den vergangenen Jahren interpretierte Stewart vor allem fremde Stücke. Für seine „Songbook“-Reihe gab es einen Grammy. Auch live begeisterte er die Massen. Eines durfte dabei nicht fehlen. „Ich würde niemals eine Bühne betreten, ohne ein Glas Cola-Rum in Reichweite zu haben“, sagte Stewart in einem Interview.

Von Matthias Lohr

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