Aktion „Elephants for Peace“ macht zur documenta 13 in Kassel Station

Für einen machtvollen Frieden

Mächtig, aber nicht aggressiv: Elefanten als Friedensbotschafter sind derzeit in Kassel zu sehen. Ganz rechts Initiatorin Rose Marie Gnausch. Foto: von Busse

Kassel. „Wir glauben immer, dass Macht automatisch missbraucht wird“, sagt Rose Marie Gnausch, die Initiatorin der Aktion „Elephants for Peace“. Für sie verkörpert der Elefant, dass „Macht auch friedlich sein kann“. Die in Berlin lebende Kunsthistorikerin und Künstlerin, die derzeit als Besucher-Begleiterin („Worldly Companion“) auf der documenta 13 arbeitet, hat die „partizipatorische Kunstaktion“ ins Leben gerufen. Nun macht sie in Kassel Station.

In den vergangenen Tagen bemalten Groß und Klein Elefanten vor dem Fridericianum. „Wir könnten das jedes Wochenende machen“, erzählt Gnausch, so groß sei das Bedürfnis, bei einer Kunstausstellung selbst kreativ tätig zu werden. Dienstagabend wurden die bunten Elefanten in einer Art Prozession vom Ottoneum, wo das Skelett des „Goethe-Elefanten“ ausgestellt ist, zum Wahlkreisbüro des Linken-Bundestagsabgeordneten Werner Dreibus, Berlepschstraße 7, gebracht. Dort sind sie nun ebenso ausgestellt wie in einem Schaufenster bei C&A.

Für Initiatorin Gnausch sind die Elefanten ein starkes Bild für Frieden, das von Menschen in jedem Alter und mit jedem Bildungsgrad verstanden werden kann. Und da Menschen in Bildern dächten, funktioniere die Botschaft der Graswurzel-Bewegung auch dort, „wo der Diskurs versagt“.

Gnausch hat die Mitmach-Aktion auf der innerzyprischen Grenze begonnen, Elefanten als Friedensbotschafter waren aber auch schon in Schengen, Berlin, Köln und sogar im polnischen Oswiecim (Auschwitz) zu sehen. www.elephantsforpeace.org

Von Mark-Christian von Busse

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