Glückskind aus Kalifornien: Colbie Caillat singt, als habe sie immer am Strand gelebt

Das tut einfach gut

Schwer verliebt: Colbie Caillat, das Sonnenscheinmädchen. Foto: Universal

Sie ist noch immer gerührt. Colbie Caillat, 26-jähriges Glückskind aus Kalifornien, durfte live bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo auftreten. Und während der Preisträger, der Menschenrechtler Liu Xiaobo, der Zeremonie aufgrund seiner Inhaftierung fernbleiben musste, versuchte Caillat, den ihr möglichen Beitrag zur Völkerverbindung zu leisten: „Das Nobel-Kommittee schrieb mir, meine Lieder würden den Menschen helfen, dazu beizutragen, dass die Welt ein schönerer Ort wird.“ So kann man das sehen.

Colbie - Vater Ken Caillat hat als Produzent mit den legendären Fleetwood Mac gearbeitet - macht Musik, die sich anhört, als habe sie nie im Leben etwas wirklich Schlimmes erlebt. Mit dem sehr unbeschwerten Song „Bubbly“ wurde sie vor drei Jahren rund um den Globus berühmt, und auch das neue und dritte Album „All of you“ ist eine entspannte, luftige und gut gelaunte Angelegenheit.

Man hört Caillat an, dass sie Zeit ihres Lebens am Strand gewohnt hat. „Die Leute brauchen dieses akustische, sommerliche Gefühl, das ich in meinen Songs vermittele“, begründet sie ihren Erfolg. „Meine Musik hilft, Stress abzubauen. Sie tut einfach gut.“

Die Lieder auf „All of you“ verstärken die Glücksgefühle noch. Denn Caillat, bei der es mit den Jungs lange nicht toll lief („Ich war meist nicht richtig bei der Sache“) ist sehr verliebt. Daran lässt sie ihre Hörer ausgiebig teilhaben. „Wir sind seit zwei Jahren zusammen. Er heißt Justin Young, spielt Gitarre in meiner Band und hat fast alle meine neuen Songs auch mitkomponiert.“ Am Anfang habe man nur gemeinsam gearbeitet, die Liebe gesellte sich hinzu. „Irgendwann fing ich an, mich zu unseren Proben hübscher anzuziehen und wurde immer nervöser.“

In Songs wie dem von Ryan Tedder (One Republic) produzierten „Brigther than the Sun“ oder „Favorite Song“, einem Duett mit Rapper Common, kann man heraushören, dass das Sonnenscheinmädchen seinen passenden Schirm gefunden hat. Als das britische Kronprinzenpärchen auf allen Kanälen einander die Ehe versprach, spielten die US-TV-Stationen immer wieder „I do“, die erste Single, die ursprünglich gar nicht als Hochzeitssong angelegt war.

Ist also eine Frage offen. „Meine Hochzeit? Geplant haben wir noch nichts, aber wenn es soweit ist, möchte ich am Strand heiraten und höchstens zehn Leute dabei haben.“

„All of you“ (Universal), Wertung: !!!!:

Von Steffen Rüth

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