Einfach charmant: Die australische Popband „Germein Sisters“ im Schlachthof

Unbekümmert sympathisch: Die Germein Sisters (von links) Georgia, Ella und Clara im Schlachthof. Fotos: Schachtschnbeider

Kassel. Sehen sie nicht einfach erfrischend aus? Mitte zwanzig sind die Musikerinnen, tragen bunte Klamotten, Blumen in den Haaren oder Hut und alle drei lächeln so ansteckend süß, dass ihnen die Herzen des Publikums von der ersten Minute an zufliegen. Und nicht zu vergessen: Blätter schmücken die Mikroständer und um die Gitarrenkörper strahlt ein Kranz kleiner Glühbirnchen.

Klingt nach Flower-Power längst vergangener Jahrzehnte, ist aber Gegenwart und Stil der australischen Band „Germein Sisters“, drei Schwestern aus dem südaustralischen Ort Adelaide. Am Mittwoch präsentierte sich das muntere Trio im gut besuchten Schlachthof. Immer nur lächeln und immer vergnügt, gepaart mit Lampenfieber und viel Teenagercharme – das kam rüber und punktete wie auf einem Abi-Ball.

Unbekümmert sympathisch versuchte Sängerin Georgia schon nach dem ersten Stück das Publikum in Gruppen aufzuteilen und zum Mitsingen zu animieren. Das klappte noch nicht, ansonsten aber war das Publikum schon jetzt entzückt. Dass gerade dieses Trio dann den Herzschmerz-Klassiker „Waltzing Matilda“ anstimmte, hätte man nicht unbedingt erwartet, kam aber auch in dieser Popcorn-Variante gar nicht schlecht.

In ihrer Heimat wurden sie als bester Pop-Act 2013 nominiert. Nachvollziehbar, denn Georgia (Gesang), Ella (Schlagzeug) und Clara (E-Bass und E-Cello) trumpfen nicht nur mit zuckersüßer Teenager-Ausstrahlung und viel romantischem Herzblut auf, sie haben auch musikalisch einiges drauf.

Alle drei spielen mehrere Instrumente. „Lovely people“, schwärmt Sängerin Georgia von Deutschland, entschuldigt sich ansonsten immer wieder für ihr Deutsch. Das Repertoire der Band: Pop zum Tanzen und zum Mitsingen, mehr noch Pop zum Träumen. Viele Balladen, vorgetragen mit der Herzschmerz-Aura von Heranwachsenden.

Ebenso dabei: Botschaften, einander zu helfen, statt wegzusehen, wie im Stück „How can I close my eyes“. Viel Applaus. Zugaben? Selbstredend. Noch viel aussagefähiger aber: Jeder zweite Besucher kaufte sich im Anschluss ihre CD.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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