Singer-Songwriterin Nicole Jukic erobert mit ihrem Debütalbum „Free“ ihr Publikum in der Waldorfschule

Einfach an sich selbst glauben

Charisma: Sängerin Nicole Jukic bei ihrem Auftritt in der Waldorfschule. Foto:  Malmus

KASSEL. Für sie ist Musikmachen Teamarbeit. Wie Nicole Jukic Freunde motiviert hat, ihr bei ihrem Debüt mit Rat und professioneller Unterstützung beizustehen, ist eine Erwähnung wert: Und wenn sie dann wie am Donnerstagabend in der Waldorfschule auf der Bühne steht, um ihre erste CD vorzustellen, sagt sie vor allem „Danke schön“. Sie vergisst dabei auch ihr überwiegend junges Publikum nicht: „Thank you, my dear listeners“ gerät der jungen Singer-Songwriterin aus Kassel zur warmen, innigen Hymne.

Gefühle standen im Mittelpunkt des Konzerts, mit dem Nicole Jukic ihr Debütalbum „Free“ vorstellte. Zusammen mit ihrer auf 18 Musiker vergrößerten Band, in der ein Streicherquartett, Bläser und ein Chor den Sound veredelten, mäanderte Kassels Musik-Hoffnung zwischen R‘n‘B, Soul, Pop und Jazz, sang sich stimmgewaltig in die tiefen, rauen Soul-Töne hinein und fand in softeren Passagen zu einem melancholischen Stil.

Dabei überzeugt die 24-jährige Kasseler Kunstpreis-Trägerin mit den kroatischen Wurzeln mit Bühnenshow-Talent. Wie sie ihre Schuhe wegschleudert, in ihrem langen, schwarz-weißen Kleid die Bühne erobert und das Publikum mit ihrer locker-erfrischenden Moderation unterhält, stand einem langjährigen Bühnen-Profi in nichts nach.

Die 24-Jährige versteht es, als Komponistin und Interpretin ein authentisches Musikgefühl zu schaffen: Ihre Songs, bei denen sie sich selbst am Klavier begleitet, spiegeln Erlebnisse und Ereignisse ihres Lebens wider, kreisen vor allem darum, sich die Freiheit zu nehmen, einen eigenen Weg in das Leben zu finden:

„Make me mad“ ist ein hochemotionaler Love-Song, „Got the key“ ein dynamisches Musikstück und ihr Titelsong „Free“ lässt in seiner positiven Grundstimmung eine junge Weltsicht zu. Durch den großartigen Streicherarrangeur Thomas Höhl und Sound-Tüftler Christian Lohr gewinnen die Popsongs dabei zuweilen den Reiz pastos ausgemalter Filmmusik-Landschaften.

„Glaube an dich und die Dinge, die du machst“ singt Nicole Jukic in ihrem Song „Faith“. Und wenn ihre siebenjährige Nichte Lara in der Konzertpause mit einem Transparent herumläuft, auf dem zu lesen steht „Tante Niki, ihr seid die Besten“ ahnt man, dass eine große Musikfamilie das aufstrebende Gesangstalent unterstützt.

Von Juliane Sattler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.