Die dänische Indie-Rock-Band Figurines erinnerte im Schlachthof an alte Zeiten

Einfach am Strand liegen

Dänische Beach Boys: Claus Salling Johansen (Gesang, Gitarre), Christian Hjelm (Gesang, Gitarre), Mads Kjaergaard (Bass), verdeckt sind hinten Jens Ramon (Keyboard, Gitarre) und Kristian Volden (Drums). Foto: Malmus

Kassel. „Friday night in Kassel - nice!“, freute sich Sänger Christian Hjelm im Kulturzentrum Schlachthof, wo die dänische Indie-Rock-Band Figurines auf ihrer Europa-Tournee zwischen Berlin und Brüssel Station machte. Einen höchst professionellen Auftritt legten die Dänen hin. Und nebenbei gab’s den Beweis, dass die gute alte Zeit im Pop immer wiederkehrt.

Ein Etikett, das sich die Musikschreiber zu den Figurines ausgedacht haben, ist das der Indie-Beach-Boys. Über ihr Album „When the Deer Wore Blue“, den Vorgänger der aktuellen, selbstbetitelten CD „Figurines“, meinte jemand sogar, die Band wollte sich damit zwischen die Beach Boys, die Beatles und The Velvet Underground setzen.

Tatsächlich konnte man einige Inspirationen aus den 60er-Jahren heraushören, bekanntlich nicht das schlechteste Jahrzehnt der Popmusik. Den stärksten Beach-Boys-Faktor hatte der mit Gesangsharmonien angereicherte Song „The Air We Breathe“, er war die genießerische Ballade an einem von druckvollem Gitarrenrock dominierten Abend.

Ausgezeichnet kompakt, mit schlau gesetzten Akzenten, kam der Sound des Quintetts daher. Frontmann Christian Hjelm lieferte mit seinem hellen, jungenhaften Stimmorgan eine gekonnte wie leicht spezielle Performance. Ein fröhliches „Hey Girl“ setzte nach viel Beifall den Schlusspunkt: ein Schmuckstück mit gewisser Beatles-Nähe.

Als Vorgruppe mit tanzbarem Charme war die Kasseler Band Crocozebrá um Sänger Mike Gaußmann am Start. Bei den gefeierten Kasselern befanden sich mit 110 Besuchern sogar mehr Leute im Saal als am Ende des Figurines-Auftritts.

Von Georg Pepl

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