Was Elektro-Pop kann: Ira Atari begeistern im Schlachthof

Einfach nur tanzen

Kein Zeichen von Erschöpfung: Ira Göbel alias Ira Atari beim Auftritt in Kassel. Foto:  Fischer

Kassel. Die Musikprojekte Frittenbude, Egotronic und Ira Atari haben eines gemeinsam. Alle drei sind erfolgreich und auf Konzerten und Festivals eine gefragte Größe. Ira Atari sollten am Freitag dem Kasseler Publikum beweisen, dass sie musikalisch den beiden Großen des Audiolith-Labels das Wasser reichen kann.

Sowohl Sängerin Ira Göbel alias Ira Atari, als auch Keyboarder Carsten Brocker stammen ursprünglich aus Nordhessen und haben klassisches Klavier studiert, ehe sie sich dem Elektro-Pop verschrieben. Ihre erste eigene Platte trägt den Namen „Shift“.

Zuvor sollte jedoch die „E-Oma“ Andreas Störmer das Publikum im Alleingang unterhalten. Stücke wie „Mehr Davon“ oder „Immer Weiter“ erwiesen sich als eine exzentrische Mischung aus 80er-Synthie-Pop, Elektro und Dark Wave.

Nach der wunderbar verträumten Ballade „Mach das Radio an“ füllte sich der Saal bis auf den letzten Quadratmeter. Ira Atari starteten mit dem Titel „Tired“ ihren Auftritt. Doch weder das junge Publikum noch die Band zeigten sich erschöpft. Wer im Saal war, tanzte. So erschien der Titel „Doin’ Our Thing“ wie eine Ansage: Die nächsten fünfzig Minuten gibt es hier feinsten, filigranen Elektro-Pop, wie es Carsten Brocker formulierte. Der wiederum überraschte bei „A Little Tougher“ gar mit einem Solo auf seinem Remote-Keyboard. Vom pulsierenden Beat bei Stücken wie „Don’t Let Me Down“ oder „My Name Is Ira“ hingerissen, erklommen einige Zuschauer die Bühne, um ausgelassen zu tanzen. Sängerin Ira Atari zeigte sich sichtlich erfreut.

Trotz all der Tanzakrobatik spielte die Band noch einen melodischen Track. „Dance In The Rain“ stellte den entspannenden Höhepunkt eines Auftritts dar, der viel zu bieten hatte und wenig missen ließ.

Von Dominik Buchheit

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