HNA-Interview

Interview mit Sänger Philipp Poisel: „Einfach mal treiben lassen“

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Musik mit Gefühl: Der Stuttgarter Sänger Philipp Poisel (links) zu Besuch bei Radio HNA, wo er mit Moderator Jascha Küllmer über seinen bevorstehenden Auftritt beim Hessentag sprach.

Eigentlich wollte er Realschullehrer werden, scheiterte aber ausgerechnet an der Aufnahmeprüfung für das Fach Musik. Heute zählt Philipp Poisel zu einem der beliebtesten Singer/Songwriter in Deutschland.

Am 17. Juni tritt er als einer der großen Headliner des Hessentags im Auestadion auf. Im Vorfeld stattete der 29 Jahre alte Stuttgarter Radio HNA und der Kulturredaktion einen Besuch ab.

Herr Poisel, in gut einem Monat stehen Sie auf der Hessentags-Bühne im Auestadion. Was treibt Sie heute schon nach Kassel?

Philipp Poisel: Dadurch, dass ich schon so oft in Nordhessen war, auch viele Konzerte gespielt habe, wollte ich mir mal die Zeit nehmen, um mir die Gegend genauer anzuschauen. Ich stell mir das schon wie einen kleinen Sommerurlaub vor. Ich hab einen älteren VW-Bus, mit dem wir gerade herumreisen.

Haben Sie bestimmte Ausflugsziele, die Ihnen am Herzen liegen?

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Philipp Poisel bei der HNA in Kassel

Poisel: Natürlich sitze ich schon seit Tagen mit einer Karte da und überleg mir, wo man hinfahren kann. Aber wir wollen uns auch gern ein wenig treiben lassen, mal schauen, was passiert. Ich möchte die Menschen hier kennenlernen und einfach mal überall hinschauen und dort, wo es schön ist, länger bleiben.

Herbert Grönemeyer wird meist als Ihr Entdecker mit Ihnen in Verbindung gebracht. Wie kam es zur Zusammenarbeit und dem Plattenvertrag auf seinem Label Grönland Records?

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Poisel: Da muss ich etwas weiter ausholen. Als ich an meinem ersten Album „Wo fängt dein Himmel an“ in einem kleinen Studio in Stuttgart gearbeitet habe, wussten wir anfangs nicht, was wir mit der fertigen Platte anstellen sollen. Wir haben sie dann an mehrere Plattenfirmen und Radiosender verschickt und kannten glücklicherweise einen Moderator, der einen Kontakt zu Herbert hergestellt hat. Kurz darauf haben wir einen Anruf von Grönland Records bekommen, dass sie uns gern mal live sehen würden. Wir haben sie dann zu einem kleinen Club-Konzert in Berlin eingeladen, zu dem Herbert auch selbst mitgekommen ist. Am nächsten Morgen haben sie sich dann gemeldet und gesagt, dass sie gern mit uns zusammenarbeiten möchten.

Viele Fans glauben, wenn Künstler ruhige Musik machen, sind sie auch von ihrer Persönlichkeit her ruhig und gefühlvoll. Ist das bei Ihnen der Fall?

Poisel: Es ist schon ein sehr großer Teil meiner Persönlichkeit, was man in meinen Liedern hört. Die Texte und auch die Art und Weise, bestimmte Lieder vorzutragen, sind ein großer Teil von mir. Aber eben nur ein Teil. Ich habe auch noch viele andere Seiten. Ich bin auch ein fröhlicher Mensch und lache gern (lacht).

Das Interview mit Philipp Poisel bei Radio HNA

Ein sehr gefühlvoller Song ist auch Ihr Duett „Wolke 7“ mit dem Rapper Max Herre. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Poisel: Ich kenn Max schon länger, wir sind beide aus Stuttgart. Ich hab schon seine Musik gehört, da gabs mich musikalisch noch gar nicht. Wir haben uns dann immer wieder getroffen, er hat mir die alten Plätze gezeigt, wo er früher oft war. Irgendwann lag es dann nahe, zusammenzuarbeiten. Max hat mich im Zuge seines neuen Albums „Hallo Welt!“ zu sich nach Berlin eingeladen. Dabei ist dann „Wolke 7“ entstanden.

Arbeiten Sie momentan an neuen Songs und ist schon ein neues Album in Planung?

Poisel: Ich bin sehr beschäftigt mit den Vorbereitungen für die Sommerkonzerte. Dazu wird es ab 21. Juni eine DVD geben, ein Konzert aus dem Circus Krone. Aber ich hatte noch keine Zeit, mich ins Studio zurückzuziehen. Es entstehen momentan kleine Ideen. Bis daraus etwas Konkretes entsteht, wird es aber noch dauern.

Philipp Poisel beim Hessentag in Kassel, 17. Juni, 18.30 Uhr, Auestadion. Tickets beim HNA-Kartenservice, Tel. 05 61/20 32 04.

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