Das Duo Tomas Sauter und Daniel Schläppi spielte erlesenen Jazz im tif

Einfachheit und Raffinesse

Leise Stärke: Tomas Sauter (Gitarre) und Daniel Schläppi (Bass). Foto: Schachtschneider

KASSEL. Erlesenes zauberte der Förderverein Kasseler Jazzmusik bei seiner Reihe „Jazz im tif“ hervor. Zu Gast waren die Schweizer Musiker Tomas Sauter (Gitarren) und Daniel Schläppi (Kontrabass), deren Album „Indian Summer“ die Jazzkritik zu Vergleichen mit der legendären Aufnahme „Beyond the Missouri Sky“ von Pat Metheny und Charlie Haden verlockt hatte.

Kammermusikalische Klassizität schwebte beim Auftritt des Schweizer Duos durchs Theater im Fridericianum - passend zu Winterabenden wie die Lektüre eines Handke-Romans. Eine Mischung aus Einfachheit und Raffinesse war in den Kompositionen, allesamt von Sauter, zu vernehmen.

So gab es im besonders inspirierten zweiten Konzertteil ein (noch titelloses) Stück, das wie eine innige Popballade begann, dann aber den begrenzten Pophorizont überschritt, indem es das melodische Motiv in verschiedene Tonarten transponierte.

Freundschaftlich, flexibel das Zusammenspiel - bei einer mit „Slow Motion“ betitelten Nummer war der Bass das Melodieinstrument, während die Begleitakkorde der Gitarre wie ein veredeltes Echo auf Lagerfeuer-Romantik anmuteten.

Zudem sensibilisierte der in seiner leisen Abgeklärtheit starke Abend für unterschiedliche Gitarrenklänge, denn der Berner Hochschuldozent bespielte neben einer Westerngitarre eine klassische Konzertgitarre und zuletzt eine Ibanez-Jazzgitarre. Leider waren nur 25 Zuhörer zu den eidgenössischen Feingeistern gekommen.

Von Georg Pepl

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