Tolles Konzert des Ron Spielman Trios im Theaterstübchen

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Ron Spielman

Kassel. Offenbar hat sich der deutsch-amerikanische Gitarrist Ron Spielman mit seiner Band inzwischen ein treues Stammpublikum im Theaterstübchen erspielt, denn der Club war bis auf den letzten Sitzplatz besetzt.

Ausschließlich Eigenkompositionen aus der Feder des 48-jährigen Wahlberliners servierte er in sauberem, druckvollem, nie zu lautem Sound.

Das Spektrum der abwechslungsreichen Songs reichte von bluesigem Rock über Funk-Rhythmen bis in jazzig angehauchte Gefilde, von fragil bis sehr kompakt. Die „elektrischen Erzählungen“ auf der roten Stratocaster ergänzte der einfallsreiche Gitarrenzauberer bei Songs wie „Home“, „Bishops of Rome“ und dem sanften „Postcard“ durch seinen Rhythm-’n’-Blues-gefärbten Gesang. Mithilfe eines guten Dutzends Effektgeräte schuf er ein Klangbild, das gelegentlich einen Hendrix, Duane Allman oder auch John Mayer durchblitzen ließ. Innerhalb der Arrangements boten die Stücke viel Freiraum für Improvisation, der ausgiebig von Spielman - nomen est omen - und dem exzellenten Trommler Benny Greb genutzt wurde.

Der zeigte in einem ausgedehnten, stetig groovenden Solo mit pulvertrockenen Drums, warum er zur ersten Garnitur deutscher Schlagzeuger gezählt wird. Edward Maclean am Bass agierte fehlerfrei, wenn auch ein wenig zurückhaltend. Auffällig insgesamt das scheinbar blinde Verständnis der drei Musiker untereinander bei abrupten, punktgenauen Wechseln von forte zu piano.

Ein begeistertes Publikum erklatschte sich nach zwei Stunden noch einige Zugaben.

Von Wolfgang Wollek

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