Der Gitarrist Thorsten Drücker mit einem Konzert zwischen Klassik und Pop bei der Konzertreihe Shelter Sounds

Eintauchen in fließende Klangwelten

Thorsten Drücker Foto:  nh

Kassel. Der Kasseler Gitarrist Thorsten Drücker ist ein vielseitiger Musiker. Er tritt am Staatstheater auf, er unterrichtet an der Universität Paderborn, und er legte vor zwei Jahren mit dem WDR-Rundfunkorchester Köln und dem Dirigenten Rasmus Baumann das Album „Gee‘s bend“ vor. Drückers CD mit Gitarrenkonzerten des 20. und 21. Jahrhunderts erregte auch deshalb Aufsehen, weil er sowohl an der klassischen Gitarre als auch an der E-Gitarre brillierte.

Beide Instrumente spielte er auch am Samstag bei der Konzertreihe Shelter Sounds im Kulturbunker. Sein neues Soloprogramm wurde für die 40 Zuhörer ein Abend reich an Klang und Atmosphäre.

Stilistisch war das Konzert zwischen Klassik, Pop, elektronischer und Minimal Music angesiedelt. In einem freien improvisatorischen Gestus gestaltete Drücker die beiden Teile seines Auftritts, zuerst mit der klassischen, dann mit der E-Gitarre.

Von zarten Arabesken bis zu rockigen Sounds reichte die Spannweite, die er den Instrumenten entlockte. Außerdem setzte er Samples und Loops ein. Es hieß Eintauchen in schwebende, fließende, groovige Klanglandschaften - die zweite Hälfte dauerte eine gute halbe Stunde ohne eine einzige Unterbrechung.

Toll, wie Thorsten Drücker Stimmungen entstehen ließ, wie er einen Flow aufbaute. Wie sagte Detlef Landeck, Posaunist und Initiator von Shelter Sounds, in seiner Begrüßung: „Wir haben wunderbare Musiker direkt vor der Haustür.“

Von Georg Pepl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.