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Eiskalte Einzelkämpferin: Wednesday bricht derzeit Rekorde bei Netflix

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Von: Marie Klement

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Diabolisch, wortgewandt und scharfsinnig: Jenna Ortega ermittelt als Wednesday Addams gemeinsam mit Eiskaltes Händchen zu aktuellen und alten Mordfällen.
Diabolisch, wortgewandt und scharfsinnig: Jenna Ortega ermittelt als Wednesday Addams gemeinsam mit Eiskaltes Händchen zu aktuellen und alten Mordfällen. © Netflix

Die Mystery-Comedyserie Wednesday bricht derzeit Rekorde beim Streaming-Dienst Netflix. Ein Blick auf die Story, die Protagonisten und die Frage, ob sich einschalten lohnt.

Keine Frage: Wednesday war schon immer das coolste Mitglied der Addams Family. 84 Jahre nach der Cartoon-Erstveröffentlichung um die Grusel-Sippschaft hat der mürrische Sprössling der exzentrischen Familie jetzt unter der Regie von Gothic-Horror-Altmeister Tim Burton eine eigene Serie bekommen – und bricht (zu recht) Rekorde.

Die Geschichte: Wednesday ist eine ganz normale Teenagerin: Sie ist eine echte Außenseiterin, hasst es, zur Schule zu gehen, und kommt nicht mit ihren Eltern klar. Ganz normal also? Fast. Wäre da nicht ihre Vorliebe für alles Dunkle und Morbide, wie das Köpfen ihrer Puppen und den Duft des Todes. Nach etlichen Fluchtversuchen, um dem verhassten Schulsystem zu entkommen, schicken ihre Eltern sie auf die verwunschene Nevermore Academy, ein Internat für Außenseiter wie Werwölfe und Vampire. Doch auch Nevermore, eine Art Anti-Hogwarts, zieht Wednesdays Abneigung auf sich – bis sie auf eine mysteriöse Mordserie stößt, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familie betrifft.

Die Protagonisten: Die Serie lebt von und dank der Figur Wednesday Addams (großartig gespielt von Jenna Ortega), der empathie- und emotionslosen Außenseiterin mit genialem Intellekt – eindeutig eine der abgebrühtesten und coolsten Serienfiguren dieses Netflix-Jahres. Auch mit Wednesdays Eltern Morticia und Gomez (gespielt von den Hollywood-Ikonen Catherine Zeta-Jones und Luis Guzman), ihrem Bruder Pugsley, Onkel Fester und Butler Lurch gibt es ein kleines Wiedersehen.

Neben Fan-Liebling Wednesday erobert aber vor allem eine Figur die Herzen der Zuschauer: Eiskaltes Händchen. Die lebende, abgetrennte Hand (tatsächlich nicht animiert, sondern gespielt von Victor Dorobantu) folgt Wednesday auf Schritt und Tritt.

Der Rekord: In der Serie scheint Wednesday in allem spitze zu sein: Fechten, Bogenschießen, Nahkampf. Und auch mit Blick auf das Zuschauerinteresse ist sie Klassenbeste. Die Mystery-Comedyserie ist das erfolgreichste englischsprachige Seriendebüt des Streaming-Dienstes, belegt derzeit den zweiten Platz der Allzeitliste der beliebtesten Serien – direkt hinter Stranger Things 4. Weltweit guckten Zuschauer bisher mehr als eine Milliarde Stunden der Serie, die derzeit die Top 10 in 90 Ländern anführt.

Das Fazit: Bei den Kritikern nicht unbedingt beliebt, ist es Wednesday bei den Zuschauern umso mehr. Mittlerweile wurde die Fantasy-Serie auch für die Golden Globes nominiert. Wer es düster-humorvoll und schaurig mag und nicht vor teils sehr drastischen Darstellungen zurückschreckt, wird Wednesday lieben.

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