Auftritt am Donnerstag

Kasseler Musikerin Ira Atari im Interview: "Eingängige Melodien"

Die aus Zierenberg stammende Sängerin Ira Atari alias Ira Göbel (37) über ihre EP „Heroes“

Kassel. Sie gilt als deutsche Elektro-Prinzessin und ist das Gesicht des angesagten Hamburger Labels Audiolith. Nun kehrt Ira Atari mit einem neuen Album und einem neuen Sound in ihre Heimatstadt Kassel zurückt. Am Donnerstag tritt sie im Club "Unten" auf. Wir sprachen mit der 37-Jährigen.

Sie haben an der Kasseler Musikakademie Klavier studiert und sind nach Milky Chance Nordhessens erfolgreichster Pop-Export. Wie kommt es, dass Ihr Mini-Album „Heroes“ nicht mehr nach wilder Electroparty, sondern nach melancholischem 80er-Jahre-Pop klingt? 

Ira Atari: Mein Partner Bernhard Raser und ich hatten einfach Lust, Songs mit eingängigen Melodien zu schreiben. Im 80er-Jahre-Sound können wir uns am besten selbst verwirklichen. Unser Berliner Produzent Matthias Millhoff, der auch aus Kassel kommt, hat uns dafür analoge Synthesizer ausgeliehen. Das hört man.

In „Boom Boom“ heißt es: „Ich habe mein Herz an den Schlagzeuger verloren“. Wie hat Ihr Band-Kollege und Partner Bernhard Raser reagiert, als er die Zeilen hörte? 

Atari: Das fand er natürlich gut. Wir haben in Berlin eine Zwei-Zimmer-Wohnung. Der eine schreibt in dem einen Zimmer, der andere in dem anderen. Dann treffen wir uns.

Der Song „Flowers“ hat einen ernsten Hintergrund. 

Atari: Er erzählt von einer Frau, deren Mann sich als Bundeswehrsoldat freiwillig für den Afghanistan-Krieg meldet. „Flowers“ ist das Hauptstück für das WDR-Hörspiel „Als wir Krieg spielten“ von Dirk Laucke und erzählt die Geschichte aus Sicht einer Pazifistin.

„Heroes“ könnte auch im Radio laufen. Wird es ein Hit? 

Atari: Unsere Musik soll viele Menschen erreichen, aber wir laufen dem Erfolg nicht hinterher. Wichtiger ist, dass wir selbstbestimmt arbeiten können. Ich arbeite in Berlin auch als Klavierlehrerin. Musik ist unsere Leidenschaft. (mal)

Ira Atari: Heroes (Audiolith, ab dem 7. November). Wertung: Vier von fünf Sternen

Ira Atari live mit Fuck Art, Let’s Dance!: Donnerstag, 22 Uhr, im Kasseler Club Unten, Joseph-Beuys-Straße 7.

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