Electroswing-Quintett Ginkgoa begeisterte im Kulturzentrum Schlachthof

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Charmante Show: Sängerin Nicolle Rochelle.

Kassel. Jung, frisch, sexy - im rappelvollen Kulturzentrum Schlachthof präsentierte sich mit Ginkgoa eine famose Electroswing-Combo aus Frankreich.

Mittels satter Basslinien und Beats katapultierten sie den unwiderstehlichen Puls der Swing-Ära in die Gegenwart. Neu ist das alles nicht. Marktführer DJ Parov Stelar und Caravan Palace ziehen schon seit Jahren mit diesem Konzept um die Welt.

Doch Ginkgoa erlauben sich den Luxus, ihr Repertoire mit Kompositionen aus dem Genre Chanson zu erweitern. Luxus deshalb, weil man ein auf Party gebürstetes Publikum mit einem langsamen Walzer oder einer Serge-Gainsbourg-Interpretation nicht zwangsläufig in den Aufmerksamkeitsmodus einloggen kann.

So wurde auch im Schlachthof penetrant losgelabert, wenn die Bassdrum sich einmal von den durchlaufenden Vierteln verabschiedete, die Klarinette verträumt durch Paris schlenderte und der Kontrabass die Leichtigkeit des Seins interpretierte. Doch Ginkgoa lässt das kalt. Sie haben Spaß an der Komplexität ihrer Musik und sind technisch so versiert, dass sie sich auf Bumbumbum nicht reduzieren lassen wollen.

Und dann ist da ja noch Sängerin Nicolle Rochelle. Ein Rihanna-Replikant der charmantesten Art. Gesegnet mit einer Stimme, die zwischen Empire State Buildung und dem Eiffelturm schwebt wie eine Ballerina im Rausch der Endorphine. Kokett könnte ein Begriff sein, der nach ihr benannt wurde. Vom Augenaufschlag bis zur expressiven Tanzeinlage präsent wie ein Glamourgirl der Gatsby-Ära.

So lieferte das Quintett eine mitreißende Show, die dem Publikum alles bot, was angesagte Clubmusik ausmacht. Auch dank Soundmischer Juri, der die Balance zwischen Frequenz und Transparenz perfekt umsetzte. Großer Applaus und mehrere Zugaben.

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