Fit für die EM-Endrunde: Das neue Album von Amy MacDonald

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Ihre Musik braucht keine Mätzchen: Amy MacDonald überzeugt auch auf dem neuen Album mit Folk-Pop.

Die schottischen Fußballer haben es wieder einmal verpasst, sich für ein internationales Turnier zu qualifizieren. Musikalisch dagegen spielt Schottland - zumindest auf europäischer Ebene - ganz oben mit. Bestes Beispiel ist Amy MacDonald.

Sie hat jetzt ihr drittes Album „Life In A Beautiful Light“ vorgelegt.

Die mittlerweile 24-Jährige setzt dabei wieder auf ihre eingängige Folk-Pop-Mischung, und erneut gelingen ihr einige ohrwurmverdächtige Songs, darunter „Slow It Down“, das bereits häufig im Radio zu hören ist.

Zugleich arbeitet sie behutsam neue Elemente ein, singt häufiger in höherer Stimmlage und mischt an einer Stelle einen Teil der amerikanischen Nationalhymne in den Song, an anderer Fan-Gesänge aus einem Fußballstadion.

Überhaupt spielt der Fußball eine wichtige Rolle im Leben wie in der Musik MacDonalds. Sie ist mit dem englischen Ex-Fußballer Steve Lovell verlobt, der in der ersten schottischen Liga gespielt hat. Die Songs „Pride“ und „The Green And The Blue“ handeln von Fußball, der letztere von den Glasgower Vereinen Celtic und Rangers.

Neben populären Themen wie Fußball, Autos („Slow It Down“) und Beziehungen hat die Singer/Songwriterin, wie schon auf den ersten Alben, Themen aus aller Welt aufgegriffen.

In „Across The Nile“ macht sie sich Gedanken über den Aufstand der Ägypter gegen Mubarak, „Human Spirit“ ist von der Rettung der chilenischen Bergarbeiter nach dem schweren Grubenunglück inspiriert.

All das gießt MacDonald in gut hörbare Musik, die man auch genießen kann, wenn man sich mit den Texten nicht näher beschäftigen möchte.

Die Mischung stimmt

Dem Album kommt zugute, dass wie bei MacDonalds Erstling Bob Clearmountain für die Abmischung zuständig war. Der erfahrene Produzent hat unter anderem für Bruce Springsteen, Robbie Williams und Bon Jovi gearbeitet. Er hat der Versuchung widerstanden, der sein Vorgänger bei MacDonalds zweitem Album „A Curious Thing“ erlegen war. Dieses war nämlich mit Schnickschnack arg überfrachtet, was der Musik abträglich war.

Nun setzt das Produzenten-Team wieder stärker auf die Gitarre, die Rockband im Hintergrund und auf Amy MacDonalds schöne Altstimme mit dem unverwechselbar schottischen Akzent anstatt auf technische Mätzchen.

Sollten die schottischen Fußballer endlich einmal wieder die Qualifikation für ein großes Turnier schaffen; Amy MacDonald sollte den offiziellen Song schreiben. Selbst wenn es nur für die Vorrunde reichen würde, musikalisch könnte es ein klarer Sieg werden.

Amy MacDonald: Life In A Beautiful Light (Mercury/Universal), Wertung: vier von fünf Sternen

Konzert: Fulda, Schlossplatz, 30. Juni, 19 Uhr. Tickets: HNA-Kartenservice, 0561/203-204.

Von Olaf Dellit

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