Interessanter Fall -spannende Lösung: Der „Tatort“ aus Stuttgart in der TV-Kritik

Felix Klare und Richy Müller ermitteln zusammen.

Solide: Der Stuttgarter „Tatort“ bot keine großen Sensationen, aber einen interessanten Fall mit spannender Auflösung. Für „Scherbenhaufen“ ermittelten Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) bei einer Unternehmerfamilie.

Diese stand vor dem Generationswechsel in der Chefetage. So konnten die Autoren Eva und Volker A. Zahn sowie Regisseur Johannes Grieser ein Familienporträt zeichnen und sich dazu mit Unternehmenspolitik und mit Industriespionage beschäftigen - dies allerdings arg am Rand. Dass Bootz hier verdeckt ermittelte, eine Art Cenk Batu für Anfänger war, führte aber zu der unglaubwürdigen Szene, wie er im Bademantel das private Büro der Verdächtigen belauschte. Damit kommt der durch?

Auch blieben die meisten Familienmitglieder recht grob konturiert. So wurde der Abend zunehmend eine Hommage an Otto Mellies, der den Vater spielte. Der 81-jährige Theaterschauspieler beeindruckte als Porzellanfabrikant Imberger mit höchster Darstellerkunst. Fein nuanciert ließ er immer deutlicher werden, wie dem Patriarchen das Heft des Handelns langsam entglitt.

Von Bettina Fraschke (fra@hna.de)

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