Weltmusik in Kassel: Hamid Baroudi und Band groovten im Theaterstübchen

Ende der Sendepause

Fantastischer Perkussionist: Samory Seck, dahinter Hamid Baroudi (Gesang, Gitarre) sowie im Hintergrund Noumoukounda Cissoko (Kora, Gesang). Foto: Malmus

KASSEL. In letzter Zeit war es um den in unserer Stadt lebenden, aus Algerien stammenden Sänger und Gitarristen Hamid Baroudi ruhig geworden. Mit siebenköpfiger Band und einem Doppelkonzert im Theaterstübchen am vergangenen Wochenende hat er die musikalische Sendepause nun beendet.

Im gut gefüllten, unbestuhlten Club wurde den erwartungsfrohen Gästen zunächst ein Videoclip mit dem Song „Lelemina“ gezeigt, ein Ausschnitt aus Baroudis für Juni angekündigter neuer CD/DVD. Mit einem langen, afrikanisch klingenden Intro des fantastischen senegalesischen Perkussionisten Samory Seck und Noumoukounda Cissoko an der Kora startete man ins 90-minütige Samstagskonzert, dessen Songs wie „Sidi“ und „Tea in Marrakech“ zum großen Teil von den pulsierenden Grooves von Seck und Drummer Stephan Emig getragen wurden. Rolf Denecke steuerte die satten Basslinien bei und Till Mertens E-Piano und Saxofon. Die quirlige Sängerin und Tänzerin Raky verausgabte sich zur Freude der Zuschauer bei den Trommelsoli. Leider fehlte der angekündigte Perkussionist Rhani Krija.

Baroudi sang, dirigierte die Einsätze und erklärte die Inhalte der mehrsprachigen Lieder zu Themen wie Krieg und der Macht der Musik. Auf der akustischen Gitarre gab er einen Einblick in seine musikalische Sozialisation mit „Homeward bound“ von Simon & Garfunkel und Pink Floyds „Wish you were here“, was bei den Weltmusikfans großartig ankam, ebenso wie CCRs „Have you ever seen the rain“. Der musikalische Kreis schloss sich letztendlich mit der Live-Darbietung des Video-Songs vom Anfang.

„Das beste Publikum“ bedankte sich mit großem Beifall und wurde mit einer eigenen Version von Santanas „Evil ways“ belohnt.

Von Wolfgang Wollek

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