Finale des Kasseler Weltmusikfestivals mit Hamid Baroudi 

Starker Auftritt im Kasseler Kulturbahnhof: Hamid Baroudi beim Finale des Weltmusikfestivals. Foto: Malmus

Kassel. Es war das beste Schlusswort, das man sich denken kann: „Es lebe die Weltmusik!“, rief Hamid Baroudi zuletzt den 300 Gästen im Gleis 1 im Kasseler Kulturbahnhof zu.

Der aus Algerien stammende Kasseler Sänger, der zu den Pionieren der Weltmusik zählt, beschloss am Samstag mit einem energiegeladenen Auftritt das 15. Kasseler Weltmusikfestival.

Ein starkes musikalisches Schlusswort war es ohnehin – Überraschungen inklusive. Mit einem atmosphärischen Solo von Kandara Diebaté startet die Reise. Sanfte Töne der westafrikanischen Harfenlaute Kora und einen schmeichelnden Gesang gibt es, bevor Hamid Baroudi und die vorzügliche Band mit „Lala Mina“ loslegen. Ein Titel, der auch das im Juli erscheinende Album „Tam Tam a Tam“ schmücken wird.

Verflechter von Völkern

Bald darauf zeigt die Tänzerin und Sängerin Raky bei einem atemberaubenden Trancedance Lebensfreude pur. Wie der Koraspieler Kandara Diebaté und der im Laufe des Abends mit Extrajubel bedachte Percussions-Virtuose Pape Samory Seck kommt Raky aus dem Senegal.

„Ich sehe mich als Verflechter von Völkern“, hat Hamid Baroudi einmal gesagt. Das trifft auch auf die Band zu, denn neben den Afrikanern spielen darin Stephan Emig (Schlagzeug), Rolf Denecke (E-Bass) und der Multi-Instrumentalist Till Mertens, der zwischen Keyboards und schleifenden Saxofon- und Klarinettentönen pendelt.

Pendler zwischen Sprachen und Dialekten

Hamid Baroudi selbst pendelt zwischen den Sprachen von Arabisch und nordafrikanischen Dialekten über Wolof bis Englisch. Einen großen Tonumfang hat der Sänger außerdem, und er kennt sich mit den betörenden Melismen ebenso gut aus wie mit der scharf akzentuierten Mundperkussion.

Neben Titeln aus dem kommenden Album bringt der temporeiche, heiß brodelnde Musikmix auch alte Hits wie „Caravan to Baghdad“. Das Publikum tanzt, freut sich über das Konzert. Und Wolfram Benczek, der künstlerische Leiter des Kulturzentrums Schlachthof, ist mit der Auslastung des Weltmusikfestivals sehr zufrieden. 2300 Besucher waren insgesamt gekommen.

Von Georg Pepl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.