Entertainer Martin Lüker ist "Schnurz Piepe"

Multitalent: Martin Lüker musiziert in der Rolle des Urlaubsministers namens „Schnurz Pipe“ mit einem Luftballon. Foto:  Wienecke

Söhrewald. „Mein Name ist Schnurz Piepe, ich bin entspannt“, sagt Martin Lüker und erläutert damit gleich den Titel seines neuen Solo-Programms „Schnurz Piepe - Urlaubsminister für Kur und Schatten“.

Damit die 75 Gäste im ausverkauften Saal des Wirtshauses Zum Grünen See in Söhrewald-Eiterhagen ebenfalls relaxen, liest er ihnen zunächst ein Märchen vor. „Pösi (Poesie) entspannt den Menschen“, verkündet er.

Wenig später sind die Herren im Publikum derart entschleunigt, dass sie geloben, ihr iPhone im Urlaub nicht zu benutzen. Die Damen verkünden den Glaubenssatz: „Mein Mann möchte mit meiner Mutter in den Urlaub fahren.“

Als „Urlaubsminister für Kur und Schatten vom Bundesamt für Verspannung und Enthaarung“ reist der Mann namens Schnurz Piepe zunächst durch England, Frankreich und Spanien. Dort schmettert er das Lied von der Nordseeküste in landestypischen Versionen, bevor er schließlich die Ouvertüre von Rossinis „Wilhelm Tell“ auf Löffeln klappert und auf einem Luftballon musiziert. Mit Klangstäben spielt Lüker auf Körper und Nase, und im Stil von Heinz Erhardt wird der Wattwurm bedichtet.

Besonders charmant sind die Augenblicke, wenn der Instrumentalpädagoge mit Klavierausbildung Komponisten musikalisch zitiert und kombiniert. „Er zog sie mit Liszt übern Bach, dann wurde er mozärtlich. Nach neun Monaten bekamen sie einen Mendelssohn“, heißt es da.

Schließlich durchbohrt der 46-jährige Vater von drei Töchtern, der mit seiner Familie in Kassel lebt, noch eine Salatgurke mit der Bohrmaschine, um den Beatles-Hit „Let it be“ darauf zu tröten.

Das begeisterte Publikum verlangte eine Zugabe, in der Lüker gesanglich versprach: „Ich werde heute Nacht von Ihnen träumen.“

Nächste Lüker-Premiere: „Udo Fröhliche!“, 15. Dezember, 18 Uhr, wieder im Wirtshaus Zum Grünen See.

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