Lebenslustig trotz Gesundheits-Einschränkungen: Schauspieler Kirk Douglas wird 95

Ein entspannter Kämpfer

Durchdringender Blick: Kirk Douglas heute.

Mit verschmitztem Grinsen und sehr bestimmtem Blick meldete sich Kirk Douglas diesen Sommer beim Filmfestival in Locarno zu Wort - per Videobotschaft. Von seinem Sofa direkt auf die Piazza Grande des Ortes im Tessin. „Übrigens, ich bin Kirk Douglas und ich war früher beim Film“, sagte er nach seiner Begrüßung - eine schelmische Untertreibung, denn dieses markante Gesicht und die leinwanderprobte Ausstrahlung erkennt man auch im Jahr 2011.

Heute wird Douglas 95 Jahre alt. Mit Krückstock, einem überwundenen Schlaganfall und zwei neuen Kniegelenken etwas wackeliger unterwegs, aber - wie der Videogruß zeigt - lebenslustig und recht fit. Douglas hat bewiesen, dass sein Kämpferimage früherer Jahrzehnte nicht nur eine Attitüde war. Als Issur Danielowitsch Demsky kam er 1916 im New Yorker Stadtteil Amsterdam zur Welt. Seine Eltern waren jüdisch-russische Einwanderer. Als Ringer auf Jahrmärkten verdiente sich Kirk Douglas, wie er sich bald nannte, das Geld für die Schauspielschule.

Sein Filmdebüt gab er 1946, insgesamt spielte er in über 80 Filmen mit und arbeitete mit großen Regisseuren wie Billy Wilder, Howard Hawks, Otto Preminger und Elia Kazan. Seine bekannteste Rolle hatte er unter Stanley Kubrick im Sandalenfilm „Spartacus“ (1960). Mit Kubrick arbeitete Douglas auch für den Anti-Kriegs-Film „Wege zum Ruhm“ 1957 zusammen, den er finanzierte.

Kirk Douglas hat sich immer für seine gesellschaftlichen Ziele engagiert. So hilft er seit Jahren mit seiner zweiten Frau Anne bei einer Obdachlosenspeisung in Los Angeles. Aus erster Ehe hat er den Sohn Michael Douglas, der unter anderem in den „Wall Street“-Filmen berühmt wurde. Im Februar witzelte Douglas als Oscar-Überreicher an eine Nebendarstellerin auf der Showbühne herum. So glaubt man ihm, was er in Locarno per Video ankündigte. Dass er vielleicht nächstes Jahr dorthin kommt.

Von Bettina Fraschke

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