Entspanntes Rock- und Blues-Konzert: The Schmidts im Theaterstübchen

Immer schön lässig: The Schmidts mit (von links) Reinhard Lischeid, Kurt Sogel und Gerd Hallaschka. Foto: Fischer

Kassel. Unter Freunden muss man nicht so auf die Kacke hauen. Immer schön langsam, immer lässig, alles easy. The Schmidts nehmen’s nicht so ernst, die Musik nicht, die Leute nicht und vor allem sich selbst nicht.

So bleibt der Montagabend im Theaterstübchen völlig entspannt, mit Rock und Blues aus den 60er-Jahren, ein wenig 70er-Jahre – auch das sollte man nicht so genau nehmen.

Kurt Schmidt (alias Sogel) gibt den schrägen Clown mit Stil und großer Stimme. Das Stimmvolumen kommt von ganz unten. Der erste Song aus dem Kessel ist ein Kinderlied („Mary Had a Little Lamb“), das von Buddy Guy zu einem Bluesklassiker gemacht wurde. Neben Blues liegt der Soul („Midnight Hour“) in der großen Tonne der populären Musik dieser Zeit. Dazwischen Kurt („Wer falsch anfängt, zahlt ’nen Kasten Bier“; „heißt hier jemand Carola?“), der nächste Song heißt „Carol“ von Chuck Berry. Ohne Rock ’n’ Roll geht nichts. Der Abend ist kurzweilig. Das wenige Publikum amüsiert sich. Dabei führt der jugendlich wirkende Thomas Schmidt (alias Phleps) stilsicher und ohne Effekthascherei auf der Leadgitarre durch das Musikprogramm.

Derweil Kurt weiter Späße macht und eins von mehreren Stones-Stücken („Harlem Shuffle“) ansagt. Da bleiben Unklarheiten beim Programm nicht aus: Der Auftritt ist ein bisschen wie eine öffentliche Probe unter Kumpels – aber gut. Kein Wunder nach Jahrzehnten Erfahrung auf den Kasseler Bühnen.

Da stimmt das musikalische Gerüst mit Gerd Schmidt (alias Hallaschka am Keyboard) und der Schmidt’schen Rhythmusgruppe (Markus Frei-Hauenschild am Bass, Reinhard Li-scheid an den Drums). Und weil es heiter und lustig war, wurde aus dem Kessel Buntes als Zugabe noch ein Haudrauf-Hit der Kinks gefischt: „You Really Got Me“. Alles Roger oder was?

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