Die Kasseler Bands Phonogranite und Bloodmother im Theaterstübchen

Erst wärmend, dann feurig

Ließen es krachen: Die Mitglieder der Band Bloodmother mit (von links) Marco Ferchland, Marc Seefried, Juan Moreno, Kevin Fülling, Sonja Sheynkler und Marc Andrejkovits. Foto:  Fischer

Kassel. Zwei Bands, aber nur einmal Eintritt zahlen. Es rechnete sich am Montag, ins gut gefüllte Theaterstübchen zu kommen. Noch mehr aber, weil die beiden Kasseler Formationen Phonogranite und Bloodmother richtig starke Musik machten. Los ging es mit Phonogranite und Pop, Folk, Herz mit einer Prise Country - und Sängerin Sarah Nort, die mit ihrer kraftvollen Soulstimme beeindruckte.

Die Melodien der selbst geschriebenen Lieder gingen ins Ohr, die melodramatischen Gesangslinien ebenfalls. Viele Stücke eröffnete der vielseitige Gitarrist Martin Frobel mit romantischem Anspiel. Kraftvolle Melancholie schloss sich an. Dass die Band mit Vorbildern aus dem Mainstream liebäugelt, war kein Nachteil. Hauptsache es ging ins Ohr. Dafür sorgten auch die anderen Bandmitglieder, die ein wenig mutiger in der Präsenz werden dürfen - der souverän aufspielende Jürgen Bock am Kontrabass und der fantasievoll zu Werke gehende Job Verweijen am Schlagzeug.

Bedeutend härter und lauter präsentierte sich die Band Bloodmother. Die Jungs sowie Gastmusiker Juan Moreno gaben mächtig Gas und begeisterten das Publikum mit ihrer krachenden Melange aus Rock und Folk. Bloodmother bieten viel von dem, was Rockfans mögen. Mit Marc Andrejkovits haben sie einen richtig guten, wilden Rocker an der Gitarre. Der lässt nicht nur die Mähne fliegen, sondern auch einpeitschende Soli. Kevin Fülling, ebenfalls mit beträchtlicher Mähne ausgestattet, ist ein vor Energie und Ausstrahlung sprühender Sänger. Und da auch Bassist Marco Ferchland gern mal in ein Gitarrenduell einsteigt und Schlagzeuger Marc Seefried technisch beeindruckend zu Werke ging, war das Publikum aus dem Häuschen. Wer sich bei der wilden Bühnenperformance von Bloodmother mal entspannen will, der schaue auf Backing-Sängerin Sofia Sheynkler. Schöne Stimme, ruhige Ausstrahlung – ein schöner Kontrast.

Von beiden Bands wird man in Zukunft sicher noch öfter hören. Viel Applaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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