Explosiv: Bluesrocker Mitch Ryder und Band im Theaterstübchen

Rundum gut in Form: Mitch Ryder. Foto: Fischer

Kassel. Es lag etwas in der Luft. Etwas von diesem schwer definierbaren, aber gut fühlbaren Fluidum, das Säle füllt, wenn charismatische Musiker ein Konzert geben.

Am Dienstag gastierte der amerikanische Bluesrocker Mitch Ryder im Theaterstübchen. Ist es wirklich schon 36 Jahre her, seitdem der Sänger mit der rauen Knitterstimme beim legendären Rockpalastkonzert in der Essener Grugahalle zum Shootingstar avancierte?

Für seine Fans spielt das keine Rolle, zumal Ryder für einen, der bald 70 wird, gut in Form ist. Die zahlreichen Besucher, die ihn im unbestuhlten Club erlebten, dürften das bestätigen. Und das nicht nur wegen des coolen Outfits des in Detroit lebenden Künstlers: schwarze Kappe, Sonnenbrille, dunkles Hemd. Auch stimmlich ist Ryder fit. Ob es daran liegt, dass er seit vielen Jahren Hochprozentiges meidet und Cola oder stilles Wasser trinkt, wie sein Manager Gert Leiser erzählt.

Privat geht Ryder gern mit seinen Hunden spazieren und sagt: Ich lebe ein eher langweiliges Leben.“

Auf der Bühne sieht das anders aus: Einen mitreißenden Mix aus 40 Jahren Schaffenszeit, inklusive Stücken seines aktuellen Albums „It’s Killing Me“ präsentierte der Bluesrocker. Ein Sonderlob gebührt seiner starken Band „Engerling“ aus Ostdeutschland: Heiner Witte (Gitarre), Wolfram Bodag (Keyboard), Hannes Schulze (Schlagzeug), Manne Pokrandt (Bass) und Gisbert Piatkowski (Gitarre).

Zahlreiche Abgehstücke prägten das Konzert. Mit dabei auch sein Zugpferd „Ain’t Nobody White“. Aber auch ruhige Nummern wie „Freezin‘ In Hell“ brachte Ryder und gern auch mal einen Spaß: „Jetzt kommt eine ganz gefühlvolle Ballade.“ Was folgt war eine seiner explosivsten Nummern: „Tough Kid“. Riesenapplaus, zwei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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