Exzentrik am Bau: Star-Architekt Frank Gehry wird 85

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„Fast wie ein Teil meiner Familie“: Die Disney-Konzerthalle in Los Angeles besucht Frank Gehry regelmäßig.

Seine Gebäude sehen aus, als seien Bauklötze übereinander gestapelt oder gar ineinander verschmolzen worden. Die in der Sonne silbern glänzenden Fassaden, Elemente aus Glas, Titan oder Kalkstein scheinen verdreht, verrutscht, gekippt, mit merkwürdigen Winkeln und Brechungen.

Die unkonventionellen Collagen haben Frank Gehry zu einem der berühmtesten und gefragtesten Architekten der Welt gemacht. An diesem Freitag vor 85 Jahren wurde der Sohn jüdischer Einwanderer als Frank Goldberg in Toronto geboren.

Als Kind konstruierte er, mit seiner Großmutter auf dem Boden sitzend, aus Holzabfällen erste Häuser. 1989 erhielt er den Pritzker-Preis, den Nobelpreis der Architekten. Und Gehry macht weiter und weiter. Gerade gewann der Vater zweier Töchter aus erster und zweier Söhne aus zweiter Ehe die Ausschreibung für ein Hochhaus am Berliner Alexanderplatz. Museen in Panama (woher seiner zweite Frau stammt) und Abu Dhabi sind im Bau.

Frank Gehry

Gehry lebt seit Jahrzehnten in Los Angeles, wo er 1962 sein Büro gegründet und auch sein eigenes Wohnhaus extravagant gestaltet hat. Trotz allen Ruhms sagte er mal: „Jedes Mal leide ich, als müsste ich das ganze Leben neu beginnen. Da ist viel gesunde Unsicherheit, die diese Dinge antreibt.“

Von Mark-Christian von Busse

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