Neu im Kino: Elmar Wepper als Grantler in der Tragikomödie „Dreiviertelmond“

Fahrgast des Schicksals

Angeschlichen: Ein Telefonat der Exfrau Christa (Katja Rupé) belauschen Türkin Hayat (Mercan Türkoglu) und Taxifahrer Hartmut Mackowiak (Elmar Wepper). Foto:  dpa

Hartmut Mackowiak (Elmar Wepper) ist ein bärbeißiger Zeitgenosse. Vielleicht hat sich der Taxifahrer erst zu einem Menschenfeind entwickelt, weil sich seine Frau Christa (Katja Rupé) nach dreißig Jahren Ehe einen anderen angelacht hat. Auf einmal jedenfalls tritt im warmherzigen Film „Dreiviertelmond“ ein ganz besonderer Fahrgast in Hartmuts Leben.

Die sechsjährige Hayat (Mercan Türkoglu) ist ihrer Mutti nur widerwillig aus der Türkei nach Nürnberg gefolgt. Sie soll bei der Oma bleiben, während Mutter viel Geld verdienen will. Die erste Begegnung mit Hartmut steht unter keinem guten Stern. Der ältere Herr vermittelt seinen Fahrgästen nicht gerade das Gefühl, der Kunde sei König.

Hayats Mutter tritt ihren Job an und die Großmutter kümmert sich liebevoll um ihre Enkelin. Aber dann fällt Oma ins Koma. Hayat ist ganz allein in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht beherrscht. Zwangsläufig erscheint es dem Mädchen wie eine glückliche Fügung, als sie den Taxifahrer wiedertrifft. Sie heftet sich hartnäckig an seine Fersen. Irgendwann gibt sich Hartmut geschlagen und nimmt Hayat bei sich auf. Und, Überraschung: Sein Herz beginnt zu tauen.

Drehbuchautor und Regisseur Christian Zübert schuf mit seiner Kiffer-Komödie „Lammbock“ ein Werk, das zum Kult avancierte. Als Schreiber, der Tommy Jauds Buch „Vollidiot“ für die Leinwand adaptierte, hat sich Zübert weniger mit Ruhm bekleckert.

Wenn Zübert nun seine kleine Tragikomödie „Dreiviertelmond“ vorlegt, ist jede Fehlleistung rasch vergessen. Ein beeindruckender Elmar Wepper und seine zauberhafte junge Kollegin Mercan Türkoglu bringen scheinbar nach Belieben die verschiedensten emotionalen Saiten des Zuschauers zum Klingen.

Genre: Tragikomödie

Altersfreigabe: ab 6

Wertung: !!!!:

Von André Wesche

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