Famoser Finne eröffnete Saitenzauber-Festival im Schlachthof

Kassel. Anerkennung, wem Anerkennung gebührt: Für das kreative Kulturprogramm im Schlachthof sorgt Wolfram Benczek, der nun wieder ein Festival für akustische Saiteninstrumente auf die Beine gestellt hat.

Gemeinsam mit Armin Engelhard vom Musik-Shop Farm-Sound veranstaltet er das Saitenzauber-Festival. Am Freitag ging es im ausverkauften Schlachthof los. Und wie!

Der finnische Gitarrist Petteri Sariola legte ein energiegeladenes Solo hin mit seinem Stil, den er selbst Slam nennt. Der kennt zwar auch ruhige Töne, ist aber oft perkussiv geprägt und zeichnet sich durch geballte rhythmische Kraft aus. „Wie macht er das?“, mochte sich mancher fragen. Nicht nur für Gitarristen war es interessant, die effektvolle Spieltechnik zu beobachten.

Rhythmus und Klang bildeten die Hauptbestandteile der dicht tönenden Performance - melodische Linien waren weniger angesagt. Deshalb war es von dem Saitenzauberer schlau, mit der Stimme das melodische Element zu verstärken und sich nebenbei als guter Sänger zu präsentieren.

Witzige Ansagen mit Finnisch-Kostproben hatte er ebenfalls parat. Ganz zu schweigen von seinem Überschwang: Der in der Hitze eines Blues-Gefechts auf dem Podium umgestoßene Barhocker wird es verkraften, denn die Geste kam mehr lustig als aggressiv rüber.

Das begeisterte Publikum ließ es nicht an freudigen Pfiffen fehlen, wenn der famose Finne besonders funky zu Gange war. Auch nicht schlecht: Wer aus dem voll besetzen Saal hinausging, konnte den Auftritt auf einer Leinwand weiterverfolgen.

Saitenzauber-Festival im Schlachthof Montag, 20 Uhr: Wallis Bird. Dienstag, 20 Uhr: Martin Harley Band.

Von Georg Pepl

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