Abba Mania - Fast so gut wie das Original

Boten tolles Marionetten-Theater: Nadine Edwards (Agnetha, links) und Debbie Watt (Anni-Frid, verdeckt) . Foto: Schachtschneider

Kassel. Als die legendäre schwedische Popband Abba 1974 mit „Waterloo“ den Schlager-Grand-Prix gewann, hätten sich die beiden Pärchen sicher nicht träumen lassen, dass diesem Erfolg ein derart kometenhafter Aufstieg folgen würde.

1982 trennte sich die Band – ihre zahlreichen Ohrwürmer jedoch sind längst „Pop-Volkslieder“.

Auch die „Abba Mania“-Show am Sonntag in der fast ausverkauften Stadthalle belegte das. Im noch matt schimmernden Scheinwerferlicht schlichen die vier Abba-Darsteller auf die Bühne und trugen den Look von Agnetha, Anni-Frid, Benny und Björn. Und zumindest von der achten Reihe aus sahen sie ihren Vorbildern täuschend ähnlich.

Mit dem Stück „Voulez-Vous“ ging es in das Hitwunderland der skandinavischen Ausnahmeband. Zwei Stunden lang tummelte sich das Publikum darin mit großem Vergnügen, hatte hundertfach die Refrains von „SOS“, „Chiquitita“, „Fernando“ und vielen anderen Ohrwürmern auf den Lippen und ließ so manches schwelgerische „Ooch“ ertönen, sobald Balladen wie „The Winner Takes It All“ anmoderiert wurden. Es war eine Party für Jung und Alt. Etwa die Hälfte des Publikums fühlte sich an früher erinnert, die andere war zwischen acht und dreißig Jahren.

Großartige Lichtshow

Flankiert von einem Gitarristen, einem Bassisten und einem Schlagzeuger brachte das Showquartett die Abba-Dauerbrenner so, wie man sie in der Erinnerung gespeichert hatte. Genau genommen bot sich dem Publikum ein Marionetten-Theater, das bis auf Animationsrufe wie „Let’s have a Party“ jede Kommunikation aussparte, aber es war ein sehr gelungenes Marionetten-Theater und darüber hinaus show-technisch ausgezeichnet in Szene gesetzt.

Eine großartige Lichtshow, Effekte wie Geldregen bei „Money, Money, Money“, wechselnde Kostüme, goldfarbene Luftschlangen – eine prächtig inszenierte Show. Drei Zugaben erklatschte sich das begeisterte Publikum und hatte noch einen Wunsch frei. Die Wahl passte zu diesem Konzert: „Thank you for the Music“.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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