Fast so gut wie das Original: Die Band Dylan’s Dream im Theaterstübchen

Brachten die Dylan-Fans zum Schwelgen: Geiger Sascha Koneczny (von links), Schlagzeuger Olli Kirsch, Sängerin Christine Götzfried und Frontmann Jörg Götzfried. Foto:  Fischer

Kassel. In diesem Jahr, in dem Bob Dylan alias Robert Allen Zimmermann 70 geworden ist, war seine Musik auf unzähligen Bühnen präsent. Auch am Donnerstag im proppenvollen Theaterstübchen. Die siebenköpfige Band Dylan’s Dream versteht es auf hinreißende Weise, die Stücke des US-Rockpoeten und seine musikalische Aura miteinander zu verschmelzen.

Das Konzert war eine nachträgliche Bescherung für die ganze Familie. Obwohl die Musiker Peter Gössel (E-Gitarre), Olli Kirsch (Schlagzeug), Juri (Akkordeon), Georg Culley jr. (Bass), Sascha Koneczny (Violine) und Christine Götzfried (Gesang) allesamt ihr Handwerk verstehen, muss Frontmann und Sänger Jörg Götzfried mit Sonderapplaus bedacht werden. Wenn er singt, glaubt man, Bob Dylan live vor sich zu haben.

Nicht nur sein langer Mantel und Hut erinnern an den Meister. Auch wie er durch die Nase singt, die akustische Gitarre einfühlsam schlägt und dabei die Harp erklingen lässt, ist dylanesk. Die Fans begannen sofort zu schwelgen. Aus 40 Jahren Dylan-Schaffenszeit schöpft die Band ihr Repertoire. Bekanntes wie auch weniger Bekanntes ist dabei.

Auch Stücke, mit denen andere Interpreten ihr Geld scheffelten: „Mr. Tambourine Man“ zum Beispiel. Gleich reihenweise brachte dies Stück das Publikum zum Träumen. Besonders natürlich die, die einst Dylans Poster an die Wand genagelt hatten.

Gelegenheit zum Mitsingen gab es bei „Mighty Quinn“ - das Stück hat eben nicht Manfred Mann geschrieben. Und auch bei „It’s All Over Now, Baby Blue“ ist Dylan der Urheber und nicht die Gruppe Them. Eindeutig war jedoch für alle, wer „Blowin’ In The Wind“ geschrieben hat. Christine Götzfried sang es mit gefühlvoller Joan-Baez-Aura als Zugabe.

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