Der Windsbacher Knabenchor beeindruckte in Kaufungen mit hoher Klangkultur

Feine Stimmen, volle Orgel

Homogener Chorklang: Der Windsbacher Knabenchor in der Kaufunger Stiftskirche. Foto: Fischer

Kaufungen. Einen aus mehreren Gründen besonderen Abend erlebten 400 Zuhörer in der Kaufunger Stiftskirche. Nicht nur, dass beim Weihnachtskonzert zur 1000-JahrFeier Kaufungens der berühmte Windsbacher Knabenchor zu Gast war. Zudem geht für den Chor eine Ära zu Ende, denn Ende Dezember gibt Karl-Friedrich Beringer (63) nach 34 Jahren die Chorleitung ab. Wie verschiedentlich berichtet wurde, war der scheidende Chorleiter wegen eines - vorsichtig ausgedrückt - strengen Führungsstils nicht immer unumstritten.

Fest steht aber, dass er die Knabengruppe aus Mittelfranken zu einem Spitzenchor geformt hat. Auch in Kaufungen frappierte das hohe Niveau der Windsbacher Sänger. Auswendig leitete Beringer das Programm mit dem Weihnachtshymnus „Nun sei willkommen, Herre Christ“, Max Regers Motette „Unserer lieben Frauen Traum“ und kunstvoll gesetzten Weihnachtsliedern.

Zu bewundern waren klangliche Schönheit, subtile Schattierungen des Ausdrucks und vor allem eine Gegebenheit: Für seine Größe mit rund 60 Stimmen war der Chorklang fabelhaft homogen.

Die Zwischenspiele zwischen den A-cappella-Sätzen gestalteten der Trompeter Joachim Pliquett und der ausgezeichnete, gelegentlich auch lebhaft in die Vollen gehende Organist Arvid Gast. Für den Beifall bedankte sich der Chor mit einem feinen „Still, still, weil’s Kindlein schlafen will“, bevor die in protestantischer Strenge gewandeten jungen Sänger diszipliniert der Reihe nach den Auftrittsort verließen.

Von Georg Pepl

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