Duo Herrenkonfekt und Formation Quintense traten auf

Ein Fest der Stimmen beim Harleshäuser Musikfest

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Die A-cappella-Band Quintense in der Erlöserkirche: (von links) Sabrina Häckel, Jonas Enseleit, Katrin Enkemeier, Carsten Göpfert und Martin Lorenz. 

Kassel. Fast ausverkauft, ein zufriedener Veranstalter Matthias Enkemeier begrüßte die Hörer und gab die Bühne zur langen Musiknacht des 5. Harleshäuser Musikfests frei.

Zunächst für das Duo Kasseler Herrenkonfekt mit Florian Brauer und Urban Beyer, die mit ihrer Revue „Die Männer sind schon der Liebe wert ...“ begeisterten.

Da haben sich zwei Komödianten zusammengetan, die sich die Bälle zuwarfen mit Wortwitz, Darstellung und musikalisch mit überraschenden Instrumenten wie Nasenflöte und Melodika. Die meist aus den 20er-Jahren stammenden Lieder wirkten frisch lebendig, wie die Veronika, die den Lenz begrüßt, bei dem sich die beiden fünf-, sechsmal am Klavier ablösten, ohne auch nur den geringsten Bruch in Spiel und Gesang.

Umwerfend auch die Stimmparodien (Satchmo, Udo Lindenberg, Max Raabe). Ob nun das Badewasser geschlürft wurde, die Hand geküsst oder das Boeuf Stroganoff erfunden wurde, immer wurden passende Gags spielerisch eingebaut, ohne aufdringlich zu wirken.

Nach der Pause eroberte dann die A-cappella-Formation Quintense mit Sabrina Häckel (Sopran), Katrin Enkemeier (Alt), Carsten Göpfert (Tenor), Jonas Enseleit (Bariton) und Martin Lorenz (Bass) die Bühne. Die letzten beiden werden auch noch mit BeatBox geführt, sie sorgen für die rhythmische Begleitung mit Mund und Hand anstelle eines Schlagzeugs.

Diese fünf Musikstudenten besitzen ein großes musikalisches und musikantisches Potenzial, überzeugend dargestellt in stimmlicher Klarheit, sauberer Intonation, rhythmischer Sicherheit und fein abgestimmter Dynamik. Besonders klangschön die ohne Mikrofon gesungenen Songs. Mit einem Nachtlied wurden die Hörer, die sich mit lang anhaltendem Beifall bedankten, in die laue Sommernacht entlassen.

Von Gerhard Rassner

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