Festival Körperstürme: Schüler der Lichtenbergschule zeigten ihr Tanz- und Musikprojekt „in zwischen räumen“

Im Kirchenraum entstanden Bilder des Übergangs

Große Ensemblebilder: Schüler der Lichtenbergschule mit ihrem Tanzprojekt in der Martinskirche. Foto: Schachtschneider

Kassel. Eines wird ganz schnell spürbar: Hier stecken immens viel Sorgfalt und Engagement drin. Schüler der Georg-Christoph-LichtenbergSchule hatten am Freitag Gelegenheit, ihr Tanz- und Musikprojekt „in zwischen räumen“ beim Festival Körperstürme in der Martinskirche zu zeigen.

In 45 Minuten boten sie vielfältige Bewegungsformen, detailreiche Erzählminiaturen und ein abwechslungsreiches Musikkonzept von Sequenzen aus Beethovens „Mondscheinsonate“ bis zu Elektrobeats. Betreut von Anke Hardt (Choreografie und Gesamtleitung) und Annette Sieben (Musik) zeigten das Orchester des Leistungskurses Q4 und Tänzer des Kurses LG Tanztheater eine außerordentlich ansprechende Leistung, die vom Publikum in der gut besetzten Kirche begeistert aufgenommen wurde.

Die jungen Künstler sind mit „in zwischen räumen“ als eines von neun Projekten deutschlandweit nominiert für den Bundeswettbewerb Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele. Die Juroren waren am Freitag nach Kassel gekommen. Sie erlebten voll konzentrierte Schüler, die in abwechslungsreichen Szenen den Kirchenraum vollflächig bespielten und als einzige Requisiten zwei türgroße Rahmen nutzten. Schöne Symbole für das Thema Zwischenraum: Man konnte durch sie hindurchtreten, darin verharren, vorsichtig hindurchschauen.

In Soli, zu zweit und in großen Ensemblebildern zeigten die Schüler viel Ausdruckskraft. Dabei wurde stets spürbar, wie viel von sich sie in die Szenen hineinlegten, etwa wenn aufschien, wie es einem dabei geht, wenn man selbst sich so ganz anders fühlt als die Menschen um einen herum.

Von Bettina Fraschke

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