Fettes Weihnachtsmenü mit Stolle & Company

So gut wie eine Gänsekeule: Thomas „Stolle“ Stolkmann. Foto: Fischer

Kassel. Die Aufforderung passte in die festlichste Zeit des Jahres: „Holt eure Gänsekeulen wieder raus aus dem Bauch“, sagte Thomas „Stolle“ Stolkmann, als es darum ging, die Leute zum Mitsingen zu animieren.

Launig wie sanft waren seine Ansagen im voll besetzten Theaterstübchen. Sein Auftritt am zweiten Weihnachtstag bescherte den zahlreichen Fans 150 Minuten Soul, Blues und Funk. Oder anders gesagt: Lässigkeit, Tiefgang und gute Stimmung.

Für die Tiefe sorgten nicht zuletzt die eigenen Stücke des Kasseler Sängers und Gitarristen, der auch mal die Frage stellte, ob sich auf der Welt alles um Geld, Sex und Macht dreht. Einen anderen Song widmete er dem legendären Musiker Johnny „Guitar“ Watson, dessen Schaffen er mit 15 Jahren kennen- und lieben gelernt hatte. Und dann gab’s noch das bekenntnishafte Stück über die Herkunft aus dem „Ghetto“.

Beseelte Soli

Mindestens so gut wie eine Gänsekeule: Stolles Gitarrenspiel, mal mit fett-verzerrtem, mal mit trocken-perkussivem Klang und immer mit viel Gefühl. Beseelte Soli blies auch der Saxofonist Phunky Phil. Eine super Atmosphäre, als die beiden in langen Instrumentalteilen die Stimmung zum Kochen brachten.

Vollständig wurde die Company, wie Stolles Band heißt, durch den heißen E-Bass von Ben Smith, das Schlagzeug von Björn Bott und die Keyboards von Nils Weidinger. Von den rollenden Triolen des langsamen Blues bis zu synkopierten Funk-Rhythmen spielte man alle Stücke. Der perfekte Sound kam - von Stolle eigens hervorgehoben - vom Tontechniker Rolf Dressler.

Außerdem servierte man Coverversionen wie „I Feel Good“ oder „Papa Was A Rolling Stone“. Nach dem heftigen Beifall zu schließen, war das Konzert für die Leute so genussreich wie ein Weihnachtsmenü.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.