Figurenzauber

Albert Völkls „Prinzessin Raunacht und das Kasperl“

Unterstützung in schwieriger Situation: Das Krokodil hilft dem Kasperl und verspeist den bösen Zauberer, der die Prinzessin entführt hat, Albert Völkl führt die Marionetten. Foto: Esterer

Kassel. Sause, brause, der Wind fegt über das Land. Es ist Nacht, die Sterne leuchten. Kasperl bemerkt mit Schrecken, dass Prinzessin Raunacht entführt wurde.

Ein Falke packte sie, nahm sie einfach mit. In dem Marionettenspiel „Prinzessin Raunacht und das Kasperl“, das Albert Völkl am Sonntag für Kinder ab vier Jahren im Figurentheater des Dock 4 auf die Bühne brachte, geht es um die verzweifelte Suche des Kasperls nach der verschwundenen Prinzessin. Er trifft den Schneemann, die Windkinder und wird von einer Windböe auf einen Planeten befördert, wo er dem Sternenkasperl begegnet, der ihm das Sternenpferd schickt und ihn so zurück zur Erde bringt.

Irgendwann landet Kasperl in einem kalten Stall. Die Tiere sagen ihm, er solle ins Schloss des bösen Zauberers Schwarzenpeter gehen, der habe die Prinzessin in seiner Gewalt. Das Krokodil, das in dem Schloss lebt, hilft dem Kasperl. Kurzerhand verspeist das gefräßige Tier den Bösewicht mit lautem Schmatzen. Prinzessin Raunacht ist jetzt endlich befreit.

Die Stücke schreibt Albert Völkl, der aus Böhmen stammt, in Trendelburg lebt und mit seinem Figurentheater deutschlandweit unterwegs ist, allesamt selbst. Thematisch verarbeitet er gern vorchristliche Mythen, wie beispielsweise die Raunächte vom 21. Dezember bis zum 6. Januar, eine Zeit, in der böse Geister vertrieben werden sollen, damit es Frühling werden kann. Die wunderschön bekleideten Marionetten schnitzt Albert Völkl von Hand. Von Szene zu Szene tauscht der Künstler, der an der Kunsthochschule Kassel Trickfilm und Illustration studierte, das unaufwendige, aber originelle Bühnenbild. Er vermag es, Zauber herzustellen. Die Kinder und deren Eltern waren begeistert von dem Kasperl und der Prinzessin Raunacht.

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