Jazzfest begann mit langer Nacht im Gleis 1

Filigran und gewaltig

Kassel. Der Auftakt hätte stimmungsvoller nicht sein können. Auf der Bühne des Gleis 1, in violettes Licht getaucht, präsentierten sich Schwergewichte der Kasseler Jazzszene. Anlass war die Eröffnung des 24. Jazzfests Kassel. Schon zum elften Mal fand die Lange Jazznacht statt, die das Restaurant im Kulturbahnhof am Freitag in einen Jazzclub verwandelte.

13 Formationen reichten sich bei dem ausschweifenden Abendprogramm das Mikrofon. Das Mammutkonzert endete weit nach Mitternacht.

Schon die Eröffnung mit dem Grimm Tentett war vielversprechend: Der Nachwuchs ist gesichert. Die Schüler-Bigband der Jacob-Grimm-Schule und der Heinrich-Schütz-Schule präsentierte Eigenkompositionen und eigene Arrangements von Jazzgrößen wie Herbie Hancock.

Mucksmäuschenstill verfolgte das Publikum Christiane Winning von VoGiBa, die mit ihrer Scat-Gesangseinlage begeisterte und den Saal auf Temperatur brachte. Tosenden Applaus gab es für das Duo Thinks, Natsuko Inada am Klavier und Detlef Landeck (Posaune). Die Instrumente verschmolzen und sorgten für Gänsehaut. Ihre Arrangements balancierten zwischen filigran und gewaltig.

Für Mitswingen sorgte die sechsköpfige Band Do Dat Dere mit ihrem Bebop- und Blues-Sound. Viel Beifall der 150 Gäste ernteten Ursel Schlicht (Klavier) und Berthold Mayrhofer, der am Kontrabass Pizzicato vom Feinsten zum Besten gab.

Außerdem spielten: Blue Tube, Helmut Schäfer Quintett, Susanne Vogt Band, Level Eleven, GBL Guerilla Jazz Trio feat. Andreas Jamin, Rey Valencia y Ricoson, Sounds of Change und Diego Jascalevich.

Jazzfest heute, 20 Uhr, Schlachthof: Frederik Köster, Die Verwandlung. Morgen, 20 Uhr, Theaterstübchen: Dieter Ilg, „Mein Beethoven“.

Von Joséphine Hein

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