Was ist Wirklichkeit geworden?

21. Oktober 2015: Der Tag aus "Zurück in die Zukunft"

Ankunft in der Zukunft: Marty McFly (Michael J. Fox) ist mit der Zeitmaschine von Doc Brown aus dem Jahr 1985 ins Jahr 2015 gereist. Fotos: RTL2

1989 sah der Film „Zurück in die Zukunft 2" den 21. Oktober 2015 voraus - Das Jubiläum wird mit Vorfreude erwartet.

Die Zeitmaschine ist programmiert: auf den 21. Oktober 2015.

Auch das kann Kino bewirken: Am Mittwoch befolgen Millionen Filmfans die Jahrzehnte alte Aufforderung eines schrägen Wissenschaftlers mit Stromschlag-Frisur: Dieser Doc Brown (Christopher Lloyd) sagt nämlich im Film zu dem jungen Helden Marty McFly (Michael J. Fox): „Du musst mit mir zurückkommen. Zurück in die Zukunft“.

Marty steigt daraufhin mit ihm in Docs DeLorean, das Kultauto mit den Flügeltüren. Und Millionen Filmfans setzen sich deshalb heute ins Kino oder vor den Fernseher und schauen ein weiteres Mal eine Filmkomödie an, die es wie kaum ein anderer Mainstream-Film geschafft hat, über Jahrzehnte lebendig und präsent zu bleiben im popkulturellen Gedächtnis.

Nun ist das Jubiläum. Nun wird die Zukunft zur Gegenwart. Wir sind genau an dem Tag angekommen, der damals science-fiction-mäßig in ferner Zukunft lag, und zu dem Doc und Marty reisen. In Robert Zemeckis Zeitreise-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ (1985-1990) werden aus dem Jahr 1985 heraus verschiedene Epochen besucht. 1955, 1885 - und eben auch 2015. Genau am 21. Oktober landen Doc und Marty dort, weil sie diverse familiäre Probleme lösen wollen.

Nun liegt die Faszination von Zeitreise-Filmen darin, dass es unplanbare Wechselwirkungen gibt - was in der einen Ära geschieht, wirkt sich auf die andere aus. Hier ist es ausgerechnet ein Sportalmanach mit Spielergebnissen, der von 2015 in die 80er gerät, und für massive Veränderungen sorgt. Aus der eigentlich blühenden Zukunft wird durch dieses Buch - kurzzeitig - eine finstere Welt.

Wie stellte man sich in den 80ern das 21. Jahrhundert vor? Damals waren Experten verpflichtet worden, um die Technik einigermaßen plausibel zu gestalten. Vieles, was damals Fiktion war, ist heute Realität, etwa Videotelefonie. Auf fliegende Skateboards muss man aber verzichten.

Das „Zurück in die Zukunft“-Jubiläum feiert auch eine Zeit, in der das Mainstream-Kino generationenübergreifender und viel präsenter im öffentlichen Gespräch war. Viele Kinogänger, die in den 80ern aufgewachsen sind, sehnen sich nach Ereignissen, wie es diese Filme damals waren, ebenso sehnen sie sich nach dieser Art Film - liebevoll, witzig, detailreich.

Die Universal-Studios reagieren darauf mit einem witzigen Einfall: In der Filmzukunft sieht Marty ein Filmplakat für „Jaws 19“ - also „Der weiße Hai 19“. Universal hat nun für Youtube einen witzigen Trailer für diese Fortsetzung gedreht, der den Fortsetzungwahn in der Filmindustrie persifliert („Ein Sequel zum Prequel“) und der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität ein wenig verwischt.

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