Aura Dione beim Burgbergfestival in Homberg

Sie flötete, ohne kitschig zu sein

Hoher Niedlichkeitsfaktor: Popstar Aura Dione trat beim Burgbergfestival in Homberg auf. Foto: Kasiewicz

Homberg. Schwarze lange Haare, hautenges Kleid, gelbe Plateauschuhe, die Aura Dione gut und gerne 15 Zentimeter größer machen, als sie ist. Dazu Songs und eine Bühnenshow, die mal an Shakira, mal an Rihanna und sogar mal kurz an Gentleman und noch kürzer an Israel Kamakawiwo’Ole erinnern. Die Dänin war am Samstagabend der Stargast beim 32. Burgbergfestival in Homberg.

Eine Chartstürmerin („Geronimo“), deren Name nicht zuletzt auch für ein ausverkauftes Festival sorgen sollte. Doch davon war das Burgbergfestival weit entfernt. Auch gelang es Dione nur vereinzelt, das sonst so tanzerprobte Publikum mitzureißen. Dabei lieferte sie eine gute und vor allem charmante Bühnenshow ab. Lieder wie „Friends“, die man aus dem Radio kennt, zu denen man mitwippt und die schnell zum Ohrwurm werden. Eine süße, flötende Stimme ohne kitschig zu sein. Dazu ein paar Anmoderationen in lieblich-piepsig klingendem Deutsch. Eigentlich eine gute Mischung.

Nicht unverwechselbar

Hübsche Sängerin und gut gemachte, überraschend schlichte Bühnenshow, was will man mehr, könnte man meinen. Doch war Aura Dione (noch nicht) die richtige Wahl für das Burgbergfestivalpublikum, dass einen Generationswechsel vollzieht. Zu beliebig, austauschbar und wie schon-mal-gehört wirkten ihre Songs.

Dione schaffte es nicht, sich als unverwechselbare Künstler-Persönlichkeit zu präsentieren. Daran änderte auch ihr hoher Niedlichkeits-faktor nichts. Dabei hätte es der Plateauschuhe nicht und nur etwas mehr Mutes bedurft. Denn Aura Dione ist eine fähige Songwriterin, das bewies besonders das herausragende „Song for Sophie“.

Von Maja Yüce

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