Spott über Ruhe auf dem Airport

Flughafen wurde veräppelt: „Barth deckt auf“ in Calden

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Mario Barth

Calden/Kassel. „Wenn man Meditation in Beton und Glas gießen könnte: Das wäre das Ergebnis." So stellte Ingo Appelt als Comedy-Reporter in der RTL-Show „Mario Barth deckt auf“ den Flughafen Kassel-Calden vor. In der Sendung ging es um Fälle von massiver Steuerverschwendung.

Aktualisiert um 14.00 Uhr

Dazu zählte Barth auch den 2013 eröffneten Kasseler Flughafen. Der hat 271 Millionen Euro gekostet – doch jetzt herrscht geradezu meditative Stille auf dem Airport.

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Als Vergleich stellte Appelt immer wieder den lärmenden Flughafen Frankfurt daneben. Und auch wenn dieser Vergleich ziemlich hinkt: Der Unterschied könnte nicht größer sein. Die Ruhe in Kassel sei „Lärmschutz made in Calden“, frotzelte Appelt und spülte später im Studio 271 Millionen Euro Spielgeld in flacher Symbolik, die die ganze Sendung durchzog, eine überdimensionierte Toilette hinunter. Was Mario Barth am Dienstag vermeintlich aufdeckte, ist längst kein Geheimnis mehr. Im April 2013 war der Flughafen geöffnet worden. Seitdem sind etwa 40.000 Fluggäste abgeflogen, 600.000 Passagiere müssten es sein, damit er sich rentiert. Appelt befragte dazu auch den leicht überfordert wirkenden Caldener Bürgermeister Andreas Dinges, der sagen sollte, warum man von Calden fliegen sollte. „Hier ist alles persönlich“, man könne aus dem Zentrum von Europa und Deutschland in die Welt kommen, stammelte dieser. „Das war's schon?“, fragte Appelt. Das war's dann wohl schon.

Von Sina Beutner

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