Förderpreis Komische Literatur für Fuchs

Kirsten Fuchs Foto: nh

Kassel. Die Berliner Schriftstellerin Kirsten Fuchs (38) erhält 2016 den Förderpreis Komische Literatur. Das hat die Stadt Kassel mitgeteilt.

Die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung wird mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben, der bereits Wolf Haas zugesprochen wurde. Die Verleihung findet im Rahmen des Komik-Kolloquiums (13.-21.2.) am 20. Februar, 17 Uhr, im Rathaus statt.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brückner-Kühner nennt die 1977 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, geborene Autorin eine hervorragende Satirikerin und Erzählerin, die mit Kolumnen, Lesebühnentexten, aber auch mit der großen Form des Romans begeistere. Sie habe einen unverwechselbaren Ton, ihr Stil sei gewitzt und witzig, die Sprache einfühlsam, lebendig wie poetisch. Fuchs beherrsche souverän die Klaviatur des Komischen zwischen Albernheit, Wortspiel, Situationskomik und Zeitkritik und biete „kurzweiliges Vergnügen, ästhetischen Genuss und Erkenntnisgewinn“.

Die 38-Jährige gewann 2003 den Wettbewerb Open Mike, sie war und ist Kolumnistin für „taz“ und „Das Magazin“, Mitglied der Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten“ und gründete 2014 eine neue Lesebühne „Fuchs und Söhne“. Zuletzt wurde sie für ihr am Grips-Theater uraufgeführtes Jugendtheaterstück „Tag Hicks oder Fliegen für vier“ mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet. Zu ihren Büchern zählen „Die Titanic und Herr Berg“, „Heile, heile“, „Mädchenmeute“ und zuletzt „Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig“.

Der von der Kasseler Sparkasse unterstützte Förderpreis geht an Autoren, die in einer frühen Phase ihres Werks auf hohem Niveau das Komische gestalten. Preisträger 2015 ist Arno Camenisch. (vbs)

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